Es kommt wieder ordentlich Schnee in den Alpen an! Nach einem ruhigen und milden Wochenstart ändert sich das Wetter ab Dienstag, dem 20. Oktober. Eine aktive Störung bringt Niederschläge in weite Teile der Alpen, wobei besonders auf den hohen Berggipfeln und Gletschern viel Neuschnee fallen kann. Die Schneemodelle berechnen lokal sogar 40 bis fast 50 cm für die kommenden sechs Tage. Und die gute Nachricht: Nicht nur Frankreich, die Schweiz und Italien haben Chancen auf Schnee, auch in Österreich kann es am Mittwoch richtig weiß werden. Zudem sinkt die Schneefallgrenze später in der Woche möglicherweise bis unter 1500 Meter.
Kurz zusammengefasst
- Dienstag und Mittwoch fällt vor allem in den Hochlagen der Alpen Neuschnee. Einige Modelle berechnen für die kommenden sechs Tage lokal 40 bis fast 50 cm.
- In Österreich werden am Mittwoch auf den Gletschern ebenfalls ordentliche Mengen erwartet. Die Schneefallgrenze kann am Mittwochabend unter 2000 Meter sinken.
- Am Donnerstag wird es vorübergehend ruhiger, aber für Freitag und Samstag zeigt sich möglicherweise schon wieder eine neue Störung mit Schnee auf den Wetterkarten.
Heute erst noch sonnig und mild
Wer heute, am Montag, den 19. Oktober, in den Alpen ist, merkt an vielen Orten noch wenig vom nahenden Wetterumschwung. Vor allem in Österreich scheint verbreitet die Sonne und es bleibt trocken. Auch auf den Bergen liegen die Temperaturen relativ hoch.Laut GeoSphere Austria wird es auf 2000 Metern Höhe etwa 7 bis 11 Grad warm, und auf 3000 Metern liegt die Temperatur zwischen 2 und 6 Grad. Die Frostgrenze befindet sich an vielen Stellen zwischen 3000 und 3700 Metern.
Auch in den französischen und Schweizer Alpen ist es heute noch mild. Allerdings kann an der Südseite der Westalpen lokal etwas Niederschlag fallen. Die Schneefallgrenze liegt dabei meist um 2500 bis 3000 Meter.Doch lange hält dieses ruhige Wetter nicht an. Ab Dienstag nimmt der Einfluss einer neuen Störung zu.
Dienstag erste kräftige Schneefälle in den Westalpen
Am Dienstag, den 20. Oktober, erreicht feuchte Luft aus Süden und Westen die Alpen. Besonders in den Westalpen können die Niederschläge deutlich zunehmen, während an der Nordseite ein kräftiger Föhnwind weht. Die Schneefallgrenze liegt anfangs noch ziemlich hoch, um 3000 Meter. Das bedeutet, dass viel Niederschlag unterhalb dieser Höhe als Regen fällt. Auf den höchsten Berggipfeln und Gletschern wird es jedoch winterlich.
GeoSphere Austria rechnet für Dienstag mit örtlich 0 bis 30 cm Neuschnee in den Westalpen. Wie viel genau fällt, unterscheidet sich stark je nach Region. Vor allem das Hochgebirge rund um die Grenze von Frankreich, der Schweiz und Italien hat Chancen auf eine neue Schneeschicht. Denk an die Umgebung von Chamonix, Saas-Fee, Zermatt und Cervinia.
Schneemodelle berechnen lokal fast 50 cm
Die neuesten Schneekarten zeigen für die kommenden sechs Tage ziemlich interessante Mengen. Besonders in den Westalpen färben sich die Modelle wieder weiß. Für die hochgelegenen Teile rund um Chamonix werden maximal 49 cm berechnet. Auch Saas-Fee (46 cm), Val d’Isère (43 cm), Cervinia (42 cm) und Zermatt (40 cm) stehen weit oben auf der Liste.
Das sind schöne Mengen für Mitte Oktober, aber es gibt einen wichtigen Vorbehalt. Es handelt sich um Modellberechnungen über mehrere Tage, wobei ein Teil des Schnees erst für Freitag oder Samstag erwartet wird.Die Vorhersagen für das Ende der Woche sind noch unsicher. Zudem gelten diese Mengen für die höher gelegenen Teile der Skigebiete und nicht automatisch für die Orte im Tal. Laut GeoSphere Austria bleibt die Prognose vorerst stark von der genauen Zugbahn der Störungen abhängig.
Mittwoch auch Neuschnee in Österreich
Auffallend ist, dass sich die Schneechancen diesmal nicht auf die Westalpen beschränken. Auch in Österreich wird am Mittwoch, den 21. Oktober, ein ordentlicher Wetterumschwung erwartet.Eine Kaltfront zieht von Westen her über die Alpen und bringt Niederschlag in die nördlichen und zentralen Bergregionen. An der Südseite kann es je nach Höhe sogar langanhaltend und intensiv regnen oder schneien.
Laut GeoSphere Austria können am Mittwoch örtlich 0 bis 30 cm Schnee in den Ostalpen fallen. Besonders auf den Gletschern sind die Bedingungen günstig für Neuschnee.Die Modelle berechnen für die kommenden sechs Tage unter anderem 28 cm auf dem Kitzsteinhorn bei Kaprun und 22 cm in Sölden. Auch in Mayrhofen, St. Anton und Bad Gastein wird in der Höhe Schnee erwartet.
Das sind gute Nachrichten für die österreichischen Gletscherskigebiete, in denen die Skisaison bereits begonnen hat. Extra Naturschnee ist dort natürlich willkommen, auch wenn der Wind vorübergehend für Einschränkungen bei den Skiliften sorgen kann.
Schneefallgrenze sinkt möglicherweise unter 1500 Meter
Was diesen Wetterumschwung besonders interessant macht, ist die sinkende Schneefallgrenze. Während der Schnee am Dienstag meist erst oberhalb von 2800 bis 3200 Metern fällt, strömt am Mittwoch von Westen her immer kältere Luft ein. Laut GeoSphere Austria kann die Schneefallgrenze am Mittwochabend an der Nordseite der Alpen auf unter 2000 Meter sinken. In der Nacht zum Donnerstag wird örtlich sogar Schnee unter 1500 Metern für möglich gehalten.
Das bedeutet nicht, dass alle Dörfer oberhalb dieser Höhe sofort weiß werden. Die Schneefallgrenze variiert je nach Region, und in dem Moment, in dem die kälteste Luft eintrifft, kann der Niederschlag an manchen Orten bereits wieder nachlassen.Dennoch ist es eine deutliche Veränderung im Vergleich zu den milden Bedingungen von heute. Besonders in den höheren Bergtälern und auf den Gletschern kann die Landschaft wieder ein Stück winterlicher werden.
Auch in den Dolomiten viel Niederschlag erwartet
In Norditalien wird am Mittwoch ebenfalls ein nasser Tag erwartet. Besonders in den südlichen und östlichen Alpen kann der Niederschlag intensiv ausfallen.Meteo Trentino warnt vor möglicherweise großen Niederschlagsmengen zwischen Dienstagabend und Donnerstagmorgen. Auch GeoSphere Austria erwartet vor allem von den Sextner Dolomiten Richtung Osten viel Niederschlag.
Die Schneefallgrenze liegt in diesen Gebieten anfangs noch relativ hoch. Daher wird ein Großteil des Niederschlags in tieferen Lagen als Regen fallen. Auf den höchsten Gipfeln kann jedoch eine Neuschneeschicht entstehen. In den Modellen werden für Cortina d’Ampezzo und Gröden (Val Gardena) geringere Mengen berechnet als in den Westalpen.
Auch viel Wind auf den höchsten Bergen
Neben dem Schnee kann am Mittwoch vor allem der Wind eine wichtige Rolle spielen. An der Nordseite der Alpen weht anfangs ein kräftiger Föhn, während sich die Kaltfront von Westen her nähert. GeoSphere Austria rechnet in den Ostalpen auf etwa 3000 Metern Höhe mit Windböen bis zu 120 km/h. In den Westalpen können auf den höchsten Bergen ebenfalls schwere Sturmböen auftreten.
Das kann Folgen für Wintersportler haben, die diese Woche bereits auf den Gletschern Ski fahren. Besonders bei starkem Wind, schlechter Sicht und Neuschnee können Skilifte vorübergehend geschlossen werden. Prüfe daher immer die aktuelle Wettervorhersage und den Liftstatus, bevor du zum Gletscher aufbrichst.
Donnerstag Aufheiterungen, Freitag eventuell erneut Schnee
Nach dem unbeständigen Mittwoch folgt am Donnerstag, den 22. Oktober, wahrscheinlich eine vorübergehende Wetterbesserung. Der Niederschlag zieht ab und an vielen Orten bricht die Sonne wieder durch. Das kann schöne winterliche Webcambilder liefern, besonders auf den Gletschern und höchsten Berggipfeln, wo Neuschnee gefallen ist.
Lange scheint die Ruhe nicht anzuhalten. Für Freitag, den 23., und Samstag, den 24. Oktober, zeigt sich bereits die nächste Störung auf den Wetterkarten. Vor allem in Frankreich und Italien kann dann erneut Schnee fallen, möglicherweise ab etwa 1600 bis 2000 Metern.
Die Zuverlässigkeit dieser Vorhersage ist vorerst noch begrenzt. Dennoch sehen die Aussichten für Fans vom Skiurlaub interessant aus. Nach Wochen mit regelmäßig mildem Oktoberwetter haben immer mehr hochgelegene Skigebiete die Chance auf eine ordentliche winterliche Auffrischung.In den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob die vorhergesagten zig Zentimeter auch tatsächlich fallen werden. Wir behalten die Schneekarten und Webcambilder auf jeden Fall genau im Auge!





