Es lässt sich in dieser Wintersaison nicht mehr leugnen: Die Pyrenäen erleben eine besonders gute Saison. Der Schnee liegt deutlich über dem Durchschnitt für diese Jahreszeit. Vor allem der östliche Teil sticht hervor, während der zentrale Teil eher „im Normalbereich“ liegen dürfte. Und jetzt die Nachricht, die jeder Wintersportler gerne hört: Es scheint eine neue Schneefront im Anmarsch zu sein, die die Basis noch weiter verstärken kann.
Im Überblick:
- Heute zieht eine Front mit etwas Schnee oberhalb von 1300 bis 1400 Metern durch.
- Ab Samstag folgt eine feuchtere Phase mit Süd(ost)anströmung: Vor allem die Südseite der Pyrenäen scheint zu profitieren.
- Sonntag und Montag kann es in einigen Gebieten kräftig durchschlagen: Lokal werden mehr als 50 Liter pro Quadratmeter erwartet (in höheren Lagen oft als Schnee).
- Ab Montag verschiebt sich das Muster in Richtung Levante: Dann steigt die Wahrscheinlichkeit für viel Niederschlag vor allem im Osten der Pyrenäen.
Schnee über dem Durchschnitt!
Laut Daten von AEMET oder MeteoCat liegen die aktuellen Schneehöhen deutlich über den saisonalen Durchschnittswerten, insbesondere im Osten der Pyrenäen. Das bedeutet in der Praxis: ein solides Fundament auf den Pisten, bessere Bedingungen abseits der Pisten (sofern sicher) und weniger Stress wegen Tauwetter oder kahler Stellen in den kommenden Ferienzeiten. Außerdem kommt noch eine Schneeschicht hinzu, wenn wir den aktuellen Wettervorhersagen Glauben schenken dürfen. Heute zieht eine Front durch, die voraussichtlich keine enormen Schneemengen bringt, aber bereits für etwas Schnee ab etwa 1300 bis 1400 Metern sorgen kann. Danach bleibt das System quasi in Richtung Mittelmeer „hängen“, woraufhin sich am Boden eine Depression ausbilden kann.
Samstag: Südost bringt Feuchtigkeit zur Südseite
Ab Samstag kommt die Mittelmeerdepression deutlicher ins Spiel. Der Wind dreht auf Südost und führt feuchte Luft in Richtung der Pyrenäen. Diese Art der Anströmung ist oft effektiv für Niederschlag an der Südseite und dem (Vor-)Gebirge, kann aber auch Teile der Südseite der westlichen Pyrenäen mitnehmen. Die Schneefallgrenze liegt in dieser Phase wahrscheinlich nicht so tief wie bei einigen früheren winterlichen Schneefällen: Rechnen Sie grob mit 1200 bis 1400 Metern, mit einigen Schwankungen.
Sonntag und Montag mehr Schnee
Die erwarteten Schneemengen steigen für Sonntag und Montag! Es ist die Rede von Gebieten, die zwischen Samstag und Sonntag mehr als 50 Liter pro Quadratmeter abbekommen können. In höheren Lagen kann das grob mit etwa 50 cm Neuschnee übereinstimmen (aber das hängt stark von Temperatur, Wind und wie „trocken“ der Schnee fällt ab). Wichtig: Solche Berechnungen können sich noch leicht ändern, insbesondere weil die genaue Position der Depression viel dafür ausmacht, wo der meiste Schnee letztendlich landet.
Ab Montag: ‚Levante‘
Ab Montag kann die Situation in Richtung Levante kippen. Dies ist ein Wettermuster mit Wind aus Osten bis Nordosten vom Mittelmeer. Diese Luft ist oft feucht und kann an Bergketten „aufsteigen“. Die Folge: An der Seite, wo der Wind hereinkommt, kann es lang anhaltend und intensiv regnen oder schneien, während Gebiete weiter entfernt weniger abbekommen. In diesem Szenario wird vor allem der Osten der Pyrenäen anfälliger für intensivere Niederschläge, während es nach Westen hin schneller abnimmt.






