Auto verschwindet im Schnee und taucht Wochen später ganz woanders wieder auf…

Es klingt wie ein verrücktes Wintermärchen, doch im italienischen Skigebiet Prato Nevoso wurde es diesen Winter Realität. Ein Auto verschwand während eines Rekord-Schneesturms komplett unter den Massen, nur um Wochen später meterweit entfernt wieder aufzutauchen. Wie kann ein 1500 Kilo schweres Fahrzeug einfach „spazieren gehen“?

Das Wichtigste im Überblick:

Vermisst: Auto verschwindet nach extremem Schneefall in Prato Nevoso.

Fundort: Wochen später taucht das Fahrzeug an einer völlig anderen Stelle wieder auf.

Ursache: Massive Schneemassen können Objekte durch Eigengewicht und Bewegung verschieben.

Hintergrund: Ein seltenes Phänomen, das nach extremen Wintern auftritt.

Auto nach Schneemassen „verschollen“

Das Auto gehörte einer Frau, die über die Weihnachtsfeiertage in Prato Nevoso Urlaub machte. Nach einem extremen Wintereinbruch, bei dem innerhalb kürzester Zeit mehr als zwei Meter Neuschnee fielen, war das Fahrzeug spurlos verschwunden. Die Besitzerin erstattete sogar Anzeige bei der Polizei, da sie von einem Diebstahl ausging. Erst als im März und April das Tauwetter einsetzte, klärte sich das Mysterium auf. Ein Mitarbeiter des technischen Dienstes entdeckte einen Scheinwerfer, der aus einem schmelzenden Berg aus Schnee und Schlamm ragte. Zur Überraschung aller stand das Auto nicht auf dem Parkplatz, sondern ein gutes Stück weiter im Gelände.

Wie kann sich ein Auto einfach so bewegen?

Experten erklären dieses Phänomen mit der enormen Kraft von Schneemassen. Es gibt zwei Hauptgründe:

  1. Schneekriechen (Snow Creep): Wenn Schnee auf einem Hang liegt (selbst bei geringer Neigung), bewegt sich die gesamte Masse durch die Schwerkraft ganz langsam talwärts. Dieser konstante Druck ist stark genug, um schwere Objekte wie Autos mitzureißen.
  2. Schneeräumung: Bei extremem Schneefall sind Räumfahrzeuge Tag und Nacht im Einsatz. Wenn ein Auto vollständig begraben ist, kann ein schwerer Schneepflug die Masse (einschließlich Auto) versehentlich verschieben, ohne dass der Fahrer merkt, dass sich etwas anderes als Schnee vor dem Schild befindet.

Kein Einzelfall

Auch wenn es bizarr klingt, kommt dies nach extrem schneereichen Wintern öfter vor. Aus den USA sind Fälle bekannt, in denen Autos nach der Schmelze mitten in Wäldern gefunden wurden. Prato Nevoso erlebte diese Saison einen der schneereichsten Winter seit Jahren mit Spitzenwerten von rund drei Metern Schneehöhe. Dass ein Fahrzeug dann buchstäblich mit der Masse „mitreist“, unterstreicht einmal mehr die unbändige Kraft der Natur.

Ein Rückblick auf die Schneemassen:

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