Ein 69-jähriger deutscher Wintersportler hat das neue Jahr im österreichischen Mallnitz auf eine sehr kostspielige Weise eingeläutet. Durch das Abfeuern eines Pfeils an Silvester verursachte er einen großen Waldbrand in der Nähe der Mittelstation des Skigebiets Ankogel. Die Aktion hat zu einem enormen Rettungseinsatz geführt und kann für den Mann in einer Haftstrafe und einer saftigen Rechnung resultieren.
Herausfordernder Löscheinsatz auf 1.800 Metern Höhe
Laut dem österreichischen Sender ORF begann das Jahr für die Rettungsdienste in Mallnitz mit einem äußerst komplizierten nächtlichen Einsatz. Auf einer Höhe von 1.800 Metern, südöstlich der Mittelstation des Ankogel, brach das Feuer aus. Die Logistik hinter den Löscharbeiten war eine enorme Herausforderung; Feuerwehrleute mussten mit dem Lift und Pistenbullys zum Brandherd gebracht werden. Um das Feuer tatsächlich bekämpfen zu können, musste von einer nahegelegenen Berghütte eine Löschleitung von sage und schreibe 200 Metern verlegt werden.
Ursache und Einsatz von Helikoptern
Die Ermittlungen der Polizei wiesen schnell auf einen 69-jährigen Mann aus Deutschland hin, der während des Jahreswechsels einen Signalpfeil abgeschossen hatte. Durch die extreme Trockenheit in dem Gebiet fing der Wald sofort Feuer, woraufhin der starke Wind das Feuer schnell ausbreitete. Der Ernst der Lage war so groß, dass neben der Feuerwehr und Bergrettung auch vier Helikopter eingesetzt wurden, um den Brand aus der Luft zu bekämpfen.
Mögliche Haftstrafe für den Verursacher
Die rechtlichen Folgen für den Deutschen sind nicht ohne. Die Polizei bereitet derzeit eine Anklage vor, die an die Staatsanwaltschaft in Klagenfurt geschickt wird. Dem Mann wird vorgeworfen, einen Großbrand verursacht zu haben. Wenn er für schuldig befunden wird, droht ihm eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr.
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Zehntausende Euro an Einsatzkosten
Neben einer möglichen Haftstrafe droht dem Wintersportler auch ein finanzielles Debakel, schreibt der Sender. Die Feuerwehr und Bergrettung von Mallnitz erwägen nämlich, die vollständigen Einsatzkosten auf den Mann zu verlagern. Die lokale Feuerwehr hat berechnet, dass 24 Mann beteiligt waren, was etwa 550 Arbeitsstunden entspricht. Auch die Bergrettung berät derzeit mit ihrer Dachorganisation über die Weiterberechnung der Kosten. Obwohl noch kein offizieller Betrag für den Einsatz der vier Helikopter genannt wurde, wird erwartet, dass sich die Gesamtforderung auf Zehntausende Euro belaufen wird.






