Nach ein paar sommerlichen Tagen mit lokal sogar 33 Grad schlägt das Wetter nächste Woche komplett um. Laut Wetterexperte Dominik Jung von Wetternet strömt ab Mittwoch, dem 9. September, deutlich kältere Luft Richtung Mitteleuropa. In den Alpen kann die Schneefallgrenze dadurch auf 1.500 bis 2.000 Meter sinken. Jung spricht von einem frühen Wintereinbruch, betont aber, dass es zuerst noch einige Tage lang hochsommerlich wird.
Kurz zusammengefasst
- Im Süden Deutschlands kann es örtlich noch 33 Grad warm werden.
- Ab Mittwoch, dem 9. September, folgt ein kräftiger Temperatursturz.
- Laut Wetterexperte Dominik Jung von Wetternet kann es oberhalb von 1.500 bis 2.000 Metern schneien.
- Auch die Prognosen für die Alpen deuten um die Wochenmitte auf Abkühlung und schlechteres Bergwetter hin.
Zuerst noch Hochsommer
Wer noch ein letztes Mal sommerliche Temperaturen genießen möchte, hat dazu in den kommenden Tagen reichlich Gelegenheit. Nach der aktuellen Vorhersage von Wetterexperte Dominik Jung klettert das Thermometer im Süden Deutschlands am Freitag, dem 4. September, örtlich auf bis zu 33 Grad.
Auch am Wochenende bleibt es warm. Nach einem kleinen Temperaturrückgang am Samstag kann es am Sonntag im Süden erneut 26 bis 32 Grad heiß werden. Auch Montag und Dienstag bleibt es in weiten Teilen Mitteleuropas sommerlich, mit Temperaturen, die örtlich nahe an die 30-Grad-Marke heranreichen.
Temperaturen stürzen ab Mittwoch ab
Ab Mittwoch, dem 9. September, dreht der Wind und laut Jung strömt deutlich kältere Herbstluft Richtung Deutschland und in die Alpen. Wo kurz zuvor noch Temperaturen von 25 bis 30 Grad möglich sind, bleibt das Quecksilber anschließend vielerorts zwischen 16 und 20 Grad hängen. Auch die Nächte werden ein Stück kälter. Jung erwartet Minima um 10 Grad und lokal sogar darunter. Am Donnerstag bleiben die Temperaturen laut seiner Prognose ebenfalls niedrig, mit Maxima von etwa 18 bis 21 Grad.
Der Wetterumschwung spiegelt sich auch im Bergwetterbericht des Deutschen Alpenvereins wider. Für Montag und Dienstag werden in den Alpen noch passable Bedingungen erwartet, auch wenn die Neigung zu Quellwolken zunimmt. Um die Wochenmitte zieht von Westen her eine Front auf, und das Bergwetter wird kälter und unbeständiger.
Schnee ab 1.500 bis 2.000 Metern
Die größte Veränderung zeigt sich laut Dominik Jung in den Alpen. Ab Mittwoch kann es dort bis in das zweite Septemberwochenende hinein schneien. Er erwartet, dass die Schneefallgrenze zeitweise auf etwa 1.500 bis 2.000 Meter sinkt. Die Wetterkarten für die Zugspitze und das Kitzsteinhorn sehen gut aus; aktuell ist an diesen Orten eine Schicht von etwa 5–20 cm geplant. Etwa 5–10 cm an der Zugspitze und 10–20 cm in der Höhe am Kitzsteinhorn.
Das bedeutet, dass sich nicht nur die höchsten Gletscher weiß färben könnten. Bei einer Schneefallgrenze um 1.500 Meter kann der Schnee auch auf deutlich niedriger gelegenen Berghängen und in verschiedenen Skigebieten fallen. Wie viel Schnee tatsächlich liegen bleibt, hängt unter anderem von der exakten Temperatur, der Niederschlagsmenge und der noch im Boden gespeicherten Wärme ab. Die Chancen stehen gut, dass diese Schneeflocken schnell wieder verschwinden!
Es handelt sich zudem um eine Prognose für mehrere Tage im Voraus. Der Zeitpunkt der Kaltfront und die endgültige Schneefallgrenze können sich daher noch verschieben. Dennoch deuten die aktuellen Signale laut Jung deutlich auf einen massiven Übergang von spätsommerlichem Wetter zu herbstlicher Kälte hin.
Noch kein definitiver Winterstart
Eine weiße Bergwelt im September bedeutet natürlich nicht, dass der Winter endgültig begonnen hat. Besonders in tieferen Lagen kann Neuschnee zu dieser Jahreszeit schnell wieder wegtauen, sobald die Sonne zurückkehrt und die Temperaturen steigen.
Dennoch ist der erwartete Wetterumschwung bemerkenswert. Innerhalb weniger Tage kann der Unterschied zwischen den Höchsttemperaturen vor und nach der Kaltfront lokal mehr als 10 Grad betragen. Während sich das Wochenende noch für einen Sommertag im Freien eignet, können die höheren Lagen der Alpen nur wenige Tage später schon winterlich aussehen.
Vorhersage von Dominik Jung und Wetternet
Die Prognose für die starke Abkühlung und den möglichen Schneefall in den Alpen stammt vom deutschen Wetterexperten Dominik Jung. Er erläuterte die Entwicklung in einem Wettervideo von Wetternet und in seiner Wetterkolumne.
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