Es ist Juni, aber in den Alpen fällt erneut Schnee

Es ist Mittwoch, der 3. Juni, aber in den Alpen ist von stabilem Wetter vorerst keine Rede. Bis einschließlich Freitag ziehen Störungen über das Gebirge und vor allem in den höheren Lagen kann dabei auch Schnee fallen. In den meisten Tälern bleibt es bei Regen, aber oberhalb von etwa 2000 bis 2800 Metern kann es vorübergehend wieder weiß werden. Besonders der Donnerstagabend, die Nacht zum Freitag und der Freitagmorgen sind für die Hochalpen interessant.

Im Überblick:

  • Bis einschließlich Freitag Schneechancen in den Hochalpen.
  • Am Donnerstag folgt von Westen her eine neue Störung mit Regen, Schauern und lokalen Gewittern.
  • Die Schneefallgrenze liegt oft zwischen 2200 und 2600 Metern, kann aber lokal in Richtung 2000 Meter oder etwas darunter sinken.
  • Lokal können in der Höhe mehr als 20 cm Schnee fallen.
  • Im Westen Österreichs sinkt die Schneefallgrenze in der Nacht zum Freitag vorübergehend unter 2000 Meter.
  • Ab Freitagnachmittag und zum Wochenende hin wird es allmählich ruhiger.

Mittwoch: noch Restschauer und Schnee hoch in den Bergen

Der Mittwoch beginnt in Teilen der Alpen grau und nass. In den französischen Nordalpen fallen am Morgen noch einige Schauer, mit Flocken um 2200 Meter Höhe. Später am Tag klart es dort immer weiter auf. Auch in der Schweiz und in Österreich verschwinden die Schauer allmählich, obwohl die Berge am Morgen lokal noch in den Wolken bleiben.

In Österreich liegt die Schneefallgrenze am Mittwoch meist zwischen 2300 und 2700 Metern. Bei intensiverem Niederschlag kann sie am Morgen örtlich in Richtung 2000 Meter sinken. In den Bergen weht zudem ein kräftiger Nordwind, mit der Gefahr von Windböen zwischen 40 und 60 km/h in einigen Gebieten.

Donnerstag: neue Störung von Westen

Der Donnerstag beginnt an vielen Orten noch trocken und teils sonnig, aber von Westen her nimmt die Bewölkung zu. In den französischen Nordalpen folgen ab dem Nachmittag länger andauernde Niederschlagszonen. Die Schneefallgrenze sinkt dort von etwa 2600 auf 2300 Meter.

Auch in der Schweiz schlägt das Wetter um. Im Westen und im Wallis nimmt der Niederschlag im Laufe des Tages zu und die Nullgradgrenze sinkt von etwa 3500 auf 2500 Meter. In der Höhe werden lokal 20 cm Schnee erwartet.

Österreich: Schneefallgrenze lokal unter 2000 Meter

Für Österreich sind besonders der Donnerstagabend und die Nacht zum Freitag interessant. In der östlichen Hälfte bleibt es tagsüber noch recht sonnig und meist trocken, aber von Westen her nehmen die Schauer schnell zu. Lokal mit Gewittern. Am Abend und in der Nacht intensiviert sich der Niederschlag im Westen und die Schneefallgrenze sinkt sogar vorübergehend unter 2000 Meter. In der Höhe, in bekannten Gletscherskigebieten wie dem Hintertuxer Gletscher, dem Kitzsteinhorn, Sölden, dem Stubaier Gletscher und dem Pitztaler Gletscher können bis einschließlich Freitag 20–50 cm Schnee fallen.

Italien: vor allem instabil und frisch im Norden

An der Südseite der Alpen ist das Bild wechselhaft, aber weniger ausgeprägt winterlich als an der Nord- und Westseite. Bis Samstag kann vor allem Norditalien mit einer frischen und instabilen Phase rechnen, mit vorübergehend etwas ruhigerem Wetter am Donnerstag und erneut mehr Schauern am Freitag, besonders in Richtung Nordosten und zu den Alpen hin. Hier herrschte gestern bereits Chaos mit schweren Gewittern, Hagel, Sturmböen und lokal sehr großen Niederschlagsmengen. Das unterstreicht vor allem, wie instabil die Luftmasse an der Alpensüdseite momentan ist.

Freitag noch Schnee, danach ruhiger

Freitagmorgen kann es in mehreren Alpenregionen noch nass und oben winterlich sein. In den französischen Nordalpen werden noch Flocken um 2200 Meter erwartet. In der Schweiz liegt die Schneefallgrenze am Morgen an der Nordseite um 2000 Meter, wonach die Schauer nachlassen und die Nullgradgrenze später wieder in Richtung 3000 Meter steigt.

Ab Freitagnachmittag und Samstag wird es an vielen Orten ruhiger. In den französischen Alpen scheint das Wochenende sogar ziemlich sonnig zu verlaufen. Andernorts in den Alpen bleibt die Chance auf lokale Schauer oder ein Gewitter in den Bergen noch bestehen, aber die ausgeprägteste winterliche Phase ist dann vorbei.

Erster Schnee bereits auf den Webcams zu sehen

Der erste Schnee ist schon gefallen, schau selbst mal rein!

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