Großer Schreck gestern Abend im Ötztal. In der Nähe des Ortsteils Vent, in der Gemeinde Sölden, brach ein beträchtlicher Brand aus, der einen Großeinsatz der Feuerwehr erforderte. Die Ursache ist ebenso vermeidbar wie gefährlich: Ersten Berichten zufolge hat eine weggeworfene Zigarette das Feuer verursacht.
3.000 Quadratmeter in Brand
Gegen 19:45 Uhr schlug ein aufmerksamer Autofahrer Alarm, als er Flammen im Straßengraben entlang der L240, der Straße zwischen Sölden und Vent, sah. Durch die anhaltende Trockenheit in Tirol breitete sich das Feuer rasend schnell aus. Letztendlich stand eine Fläche von etwa 3.000 Quadratmetern lichterloh in Flammen.
60 Feuerwehrleute im Einsatz
Die Feuerwehren von Sölden, Vent und Gurgl rückten mit schwerem Gerät aus. Insgesamt waren etwa 60 Feuerwehrleute vor Ort, um zu verhindern, dass das Feuer auf den angrenzenden Wald übergriff. Erst gegen 21:20 Uhr konnte „Brand aus“ gemeldet werden.
Laut der österreichischen Polizei entstand der Brand im trockenen Gras direkt neben der Fahrbahn. Das derzeitige Untersuchungsergebnis lautet, dass eine achtlos aus dem Fenster geworfene Zigarette der Übeltäter war.
Große Trockenheit in Tirol
Aufgrund der Trockenheit muss die Feuerwehr in Tirol derzeit mehrmals täglich zu Böschungs- oder Waldbränden ausrücken. Am vergangenen Samstag knallte es auch schon in Seefeld, wo ein Brand entlang der Bahnstrecke für eine vorübergehende Sperrung der B177 und des Zugverkehrs sorgte. Auch in Obernberg am Brenner wütete ein Wiesenbrand.
Code Rot in der Schweiz
Nicht nur in Tirol ist es trocken, in der Schweiz gilt lokal sogar Code Rot für Brandgefahr. In Graubünden gilt ein Feuerverbot und es darf kein Feuer entfacht werden. Und letzte Woche war es auch in Kärnten soweit, als im Lesachtal ein großer Waldbrand wütete.






