VIDEO: Schweizer Skigebiet deckt Gletscher erneut für den Sommer ab

In Andermatt wurde der Gurschenfirn zum 22. Mal mit schützendem Vlies abgedeckt. Ein Team von bis zu 25 Mitarbeitern war mehrere Tage lang damit beschäftigt, rund 13.000 m² Gletscherfläche sorgfältig abzudecken. Um das Vlies an seinem Platz zu halten, wurden circa 1.300 Sandsäcke verwendet. Die Arbeiten sollen sicherstellen, dass sowohl das Eis als auch die Infrastruktur rund um die Bergstation während der warmen Sommermonate besser geschützt bleiben.

Im Überblick:

  • Der Gurschenfirn in Andermatt wurde zum 22. Mal abgedeckt.
  • Rund 13.000 m² Gletscher liegen unter schützendem Vlies.
  • Es wurden circa 1.300 Sandsäcke verwendet.
  • Bis zu 25 Mitarbeiter arbeiteten an der Abdeckung.

Intensiver Job am Berg

Das Abdecken des Gurschenfirns ist mittlerweile eine feste Tradition, bleibt aber eine logistische Herausforderung. Das Team von bis zu 25 Mitarbeitern benötigte mehrere Tage, um die schweren Vliesrollen über die 13.000 m² auszurollen und mit 1.300 Sandsäcken zu verankern. Dieser Aufwand ist notwendig, um zu verhindern, dass der Gletscher rund um die Liftstützen und die Bergstation diesen Sommer zu stark absinkt, was den Start der neuen Wintersportsaison gefährden könnte.

Schutz vor Schmelze und Schäden

Das Abdecken von Gletschern findet mittlerweile an mehreren Stellen in den Alpen statt. Die weißen Planen reflektieren das Sonnenlicht und begrenzen dadurch das Schmelzen von Schnee und Eis. Vor allem rund um Liftstationen, Pistenverbindungen und empfindliche Teile von Gletschern wird diese Technik immer häufiger eingesetzt. In Andermatt spielt der Gurschenfirn eine wichtige Rolle für die Infrastruktur im Gebiet.

Gletscher immer häufiger unter Druck

Die Bilder aus Andermatt passen in einen breiteren Trend in den Alpen. Durch steigende Temperaturen und längere Wärmeperioden ziehen sich viele Gletscher in hohem Tempo zurück. Skigebiete investieren daher immer häufiger in Maßnahmen wie Schneelagerung (Snowfarming), zusätzliche Beschneiung und das Abdecken von Gletscherteilen mit speziellen Planen.

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