Ein 42-jähriger Mann aus Graz kam am 23. November 2025 nach einem Sturz aus etwa zehn Metern Höhe aus einem Sessellift auf der Planai bei Schladming in der Steiermark ums Leben. Seine Mutter hat die Liftgesellschaft Planai-Bahnen nun gerichtlich verklagt. Die Ursache des Sturzes ist nach wie vor ungeklärt.
Kurz zusammengefasst
- Ein 42-jähriger Grazer verstarb am 23. November 2025 nach einem Sturz aus einem Sessellift auf der Planai.
- Er stürzte unter der Burgstallalmbahn etwa zehn Meter in die Tiefe und erlag einem Genickbruch.
- Die Mutter des Mannes hat die Planai-Bahnen verklagt und fordert die Erstattung der Bestattungskosten in Höhe von rund 8.150 €.
Zunächst von einem Unfall abseits der Piste ausgegangen
Der Mann wurde am 23. November 2025 tot unter der Burgstallalmbahn auf der Planai gefunden, dem bekannten Skigebiet bei Schladming in der Steiermark. Zunächst vermuteten die Ermittler, dass der Skifahrer abseits der Piste (Off-Piste) verunglückt war. Spätere Untersuchungen deuteten jedoch in eine andere Richtung. Daten seiner Smartwatch ließen darauf schließen, dass der Mann etwa zehn Meter aus dem Sessellift gestürzt war. Dabei erlitt er einen tödlichen Genickbruch.
Ermittlungsverfahren eingestellt, Ursache unbekannt
Die Staatsanwaltschaft Leoben sah keine Hinweise auf Fremdverschulden und hat das Verfahren eingestellt. Warum der Mann aus dem Sessellift stürzte, ist immer noch nicht geklärt. Die Mutter des Verstorbenen hat den Fall daraufhin vor Gericht gebracht. In einem Zivilverfahren fordert sie die Erstattung der Beerdigungskosten, die sich laut Medienberichten auf etwa 8.150 € belaufen.
Diskussion über möglichen technischen Defekt
Laut einem Bericht der Kleinen Zeitung vermutet die Mutter, dass der Sicherheitsbügel aufgrund eines technischen Problems nicht richtig geschlossen war. Die Planai-Bahnen weisen diesen Vorwurf zurück. Die Liftgesellschaft betont, dass die Sessel nach dem Unfall überprüft wurden und dabei keine Störungen festgestellt werden konnten. Laut den Planai-Bahnen könnte der Schließmechanismus vom Mann selbst nicht vollständig verriegelt worden sein. Welchen Sessel er genau benutzte, ist dem Bericht zufolge nicht bekannt. Eine Videoüberwachung gibt es in diesem Bereich nicht.
Unfall wird rekonstruiert
Im weiteren Verlauf des Verfahrens sollen unter anderem ein Ermittler und mehrere Mitarbeiter der Planai-Bahnen als Zeugen gehört werden. Zudem soll ein Sachverständiger den Unfallhergang rekonstruieren. Die nächste Verhandlung findet Berichten zufolge voraussichtlich direkt am Unfallort statt. Angestrebt wird ein Termin in diesem Winter.






