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Südalpen bekommen Schnee: Schneechancen steigen in Richtung Weihnachten

Wer in den letzten Tagen auf die Webcams schaute, sah vor allem Sonne, milde Temperaturen und Pisten, die es schwer hatten. Dieses ruhige, milde Wetterbild hält jedoch nicht an. Gerade jetzt, wo die Weihnachtsferien näher rücken, steht eine deutliche Veränderung bevor – vor allem an der Südseite der Alpen. Eine südwestliche Strömung bringt feuchte Luft in das Alpengebiet und sorgt für einen typischen Kontrast: Föhn im Norden, Schnee im Süden.

Im Überblick:

  • Dienstag viel Schnee in den Südalpen, vor allem in Nordwest-Italien (lokal bis zu 50 cm).
  • Föhn und mildes Wetter an der Nordseite der Alpen.
  • Danach vorübergehend ruhiger und sonnig, mit Hochnebel in den Tälern.
  • Richtung Weihnachtsferien leichte Abkühlungssignale, aber noch kein Schneefall.

Noch kurzzeitig mild, aber die Luft wird unruhiger

Der Montag beginnt vielerorts noch freundlich. In der Höhe scheint die Sonne, während in den Tälern vor allem in Österreich und der Schweiz hartnäckiger (Hoch-)Nebel hängt. Das Hochdruckgebiet, das die letzten Tage dominierte, verschiebt sich weiter nach Südosten Europas. Dadurch gewinnt ein Tiefdruckgebiet über Südwest-Europa zunehmend an Einfluss. Die Folge: Von Südwesten nimmt die Bewölkung zu und feuchtere Luft strömt in Richtung Alpen.

Nord versus Süd: Föhn und Schnee

Sobald die Strömung anzieht, entsteht an der Nordseite des Alpenhauptkamms ein ausgeprägter Südföhn. Vor allem in Österreich und der Schweiz wird es am Dienstag auffallend mild. In föhnanfälligen Tälern kann die Temperatur auf 15 °C und höher steigen, während es auch auf 2000 Metern Höhe deutlich über dem Gefrierpunkt bleibt. Gleichzeitig weht in den Bergen ein kräftiger Südwestwind. Auf der anderen Seite der Alpen spielt sich ein ganz anderes Szenario ab.

Dienstag wird der Schneetag für Italien

Vor allem Nordwest-Italien bereitet sich auf einen ernsthaften Wintereinbruch vor. Da das Niederschlagsgebiet länger als üblich bestehen bleibt, kann sich der Schnee hier ansammeln. In verschiedenen italienischen Skigebieten sind bis zu einem halben Meter Schnee möglich. Auch angrenzende Gebiete in Südfrankreich und der Schweiz profitieren davon.

Die Schneegrenze zeigt deutliche regionale Unterschiede:

  • Italien: Schnee ab etwa 800 bis 1400 Metern
  • Schweiz: Schneegrenze um 1000 bis 1500 Meter
  • Französische Alpen: deutlich höher, um 1800 bis 2000 Meter

Im äußersten Süden Österreichs sind am Mittwoch noch einige vereinzelte Schauer möglich, aber dort bleibt die Schneegrenze mit ca. 1700 Metern relativ hoch.

Mittwoch ruhiger, danach wieder Sonne

Nach Dienstag lässt die südliche Strömung langsam nach. Am Mittwoch bleibt in den Südalpen noch etwas Restbewölkung und lokal leichter Schneefall zurück, aber der Einfluss von Hochdruck wächst bereits wieder. Das bedeutet schnelle Aufklarungen und trockeneres Wetter. Ab Donnerstag kehrt das bekannte Winterbild zurück: viel Sonne über den Wolken und in den Tälern erneut Hochnebel, vor allem in Österreich und der Schweiz. Die Nebelgrenze liegt oft zwischen 600 und 1000 Metern, was für große Unterschiede zwischen Tal und Berg sorgt.

Ausblick: Was macht der Winter in Richtung Weihnachten?

Mit den Weihnachtsferien vor der Tür schauen viele Wintersportler weiter voraus. Die aktuellen Wetterkarten zeigen vorsichtige Signale für eine Abkühlung in Richtung der Feiertage, aber eine großflächige, lang anhaltende Schneephase ist noch nicht fest zu erwarten. Regionale Schneemomente, vor allem an der Südseite, bleiben jedoch deutlich präsent. Kurz gesagt: kein Winterknaller für das gesamte Alpengebiet, aber interessante Schneechancen zum genau richtigen Zeitpunkt für die Südalpen.

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