Die Skiurlaub hat in der Schweiz eine lange Tradition und ist tief in der Kultur verwurzelt. Eine neue Analyse zeigt jedoch, dass seit dem Jahr 2000 bereits 49 Skigebiete und Dorflifte endgültig verschwunden sind. Damit wurde in 25 Jahren etwa jedes sechste Schweizer Skigebiet von der Landkarte getilgt.
Im Überblick:
- Schweiz verliert kleine Skigebiete und Dorflifte: 49 Gebiete seit 2000 verschwunden, fast jedes sechste.
- Weniger Schweizer gehen Ski fahren: Nur noch 25 % tun es regelmäßig.
- Ursachen: weniger Schneetage, höhere Kosten, teure Modernisierung und sinkende lokale Nachfrage.
- Vor allem Wallis und Graubünden verlieren viele Lifte.
- Niedrige und kleine Dorflifte haben es am schwersten: Freiwillige hören auf und der Klimadruck nimmt zu.
Immer weniger Schweizer auf den Skiern
Nicht nur das Angebot schrumpft, auch die Inlandsnachfrage nimmt ab. Laut dem Schweizer Sportobservatorium geht nur noch etwas mehr als jeder vierte Schweizer regelmäßig Ski fahren. Früher war das ein viel größerer Teil der Bevölkerung. Die Gründe dafür sind bekannt: Skiurlaub ist teurer geworden, alternative Sportarten gewinnen an Bedeutung und für viele Familien ist eine Woche Ski fahren schlichtweg zu teuer. Dies setzt vor allem kleine, lokale Skigebiete unter Druck.
Die harten Zahlen: 49 Gebiete verschwunden
Aus der Bestandsaufnahme von Blick geht hervor, dass seit 2000 mindestens 49 Schweizer Skigebiete geschlossen wurden. Laut Bergportal Bergfex gibt es derzeit noch 276 Skigebiete in der Schweiz, diese Zahl sinkt stetig. Die größten Einbußen gibt es in Kantonen, in denen der Skiurlaub traditionell stark vertreten ist:
- Wallis: 9 geschlossene Gebiete
- Graubünden: 7 geschlossene Gebiete
- Insgesamt: 17 Kantone verloren mindestens ein Skigebiet
Warum verschwinden so viele Skigebiete?
Kleine und mittelgroße Skigebiete kämpfen mit den gleichen Problemen: Es gibt immer weniger Schnee in den tieferen Lagen, die Kosten steigen – die Einnahmen nicht und moderne Besucher bevorzugen Komfort.
Skigebiete unterhalb von 1500 Metern Höhe haben immer häufiger mit kurzen Wintern, hohen Schneefallgrenzen und langen Perioden mit Regen statt Schnee zu kämpfen. Viele Betreiber können nicht mehr mit genügend Schneetagen rechnen, um rentabel zu bleiben. Die Fixkosten steigen, unter anderem für: Energie, Personal, Schneeproduktion und Wartung alter Lifte. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz durch große, schneesichere Gebiete, die stark in die Modernisierung investieren. Kleine Lifte verlieren an Bedeutung, weil Winterurlauber immer häufiger wählen: mehr Pistenkilometer, schnelle Gondeln und Sessellifte, Schneesicherheit und viele Einrichtungen. Für kleine Dörfer, in denen Freiwillige oft noch den Lift betreiben, wird dieser Unterschied immer größer.
Der Kampf der Dorflifte
Nirgends wird die Situation greifbarer als bei den Dorfliften. Diese kleinen Schlepplifte waren einst das Herzstück des lokalen Skiurlaubs, können aber kaum noch überleben. Ein Beispiel: In Adelboden beschloss der Sporthändler und Snowboardpionier Bruno Mathys nach fast 20 Jahren, den Norro-Übungslift nicht mehr zu betreiben. Er sucht einen Nachfolger – und will das gesamte Liftprojekt kostenlos übertragen. Bisher ohne Erfolg. Die Geschichte ist kein Einzelfall: In der ganzen Schweiz verabschieden sich Freiwillige von Liften, die jahrzehntelang das Herz des Dorfes bildeten.

Zukunft: Bleiben nur die hochgelegenen Gebiete übrig?
Schneesichere Gebiete wie Diavolezza oder Saas-Fee öffnen früh und bleiben beliebt, aber tiefer gelegene Destinationen verlieren an Bedeutung. Die Kluft zwischen „großen Playern“ und kleinen Dorfliften wird jedes Jahr größer. Die Schweiz sieht sich damit einem strukturellen Wandel gegenüber: weniger Dorflifte, Konsolidierung in Richtung großer Gebiete und Skiurlaub bleibt, wird aber exklusiver und weniger lokal.
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