Laut dem Wartungsspezialisten SlopeExperts beginnt die Qualität einer Skipiste schon lange vor dem ersten Schneefall. Durch die richtige Pflege der Pistenflächen im Sommer haften Schnee und Untergrund besser aneinander, und es wird weniger Schnee für eine stabile Piste benötigt. Das spart Wasser, Energie und Betriebsstunden der Schneekanonen.
Kurz zusammengefasst
- SlopeExperts betont die Bedeutung der Pistenpflege in den Sommermonaten
- Eine kurze, dichte Grasnarbe sorgt für eine bessere Haftung zwischen Schnee und Untergrund
- Ein sauberer Untergrund bedeutet, dass weniger Schnee für die gleiche Pistenqualität benötigt wird
- Das senkt den Verbrauch von Wasser und Energie sowie die Betriebsstunden der Beschneiung
- Auch Entwässerungsgräben und Wasserabläufe müssen im Herbst gereinigt werden
Grasnarbe als Basis für den ersten Schnee
Das wichtigste Ziel der Sommerpflege ist laut SlopeExperts der Aufbau einer dichten, belastbaren Grasnarbe. Diese bildet die ideale Basis für den ersten Schnee und sorgt dafür, dass sich die Schneeschicht so gut wie möglich mit dem Untergrund verbindet.
Das Gras auf den Pistenflächen kann sinnvoll genutzt werden. Viele Bergbahnen lassen die Flächen landwirtschaftlich für die Heuernte bearbeiten oder nutzen sie als Weideland. Nachdem das Vieh abgezogen ist, empfiehlt es sich, die Flächen noch einmal zu mulchen. So bleibt der Bewuchs gleichmäßig kurz und es entwickelt sich eine dichte Grasnarbe. Aufkommende Sträucher müssen regelmäßig entfernt oder gemulcht werden, wobei die geltenden Landschafts- und Naturschutzregeln zu beachten sind.
Weniger Schnee für die gleiche Pistenqualität
Unebenheiten, Sträucher oder hohe Vegetation müssen erst mit zusätzlichem Schnee bedeckt werden. Ist die Oberfläche hingegen sauber vorbereitet, reicht schon eine geringere Schneehöhe aus, um eine gute und sichere Piste aufzubauen. Dadurch sinkt der Wasser- und Energieverbrauch und die Betriebsstunden der Beschneiungsanlagen nehmen ab. Das senkt die Betriebskosten und hilft Skigebieten, ihre Wintersaison ressourcenschonender zu gestalten.
Warum ein gefrorener Boden wichtig ist
Hoher oder unregelmäßiger Bewuchs kann dazu führen, dass Lufträume zwischen der Schneeschicht und dem Boden entstehen. Diese verschlechtern den Kontakt zwischen Schnee und Untergrund und beeinträchtigen die Stabilität der Schneeschicht.
Nur wenn der kompakte Schnee direkt mit dem Boden in Berührung kommt, kann die Kälte in den Boden eindringen und den Untergrund gefrieren lassen. Ein gefrorener Boden bildet eine tragfähige Basis für die gesamte Schneeschicht und erhöht die Stabilität während des Winters. Gleichzeitig verringert dies laut SlopeExperts das Risiko, dass sich die Schneeschicht an steilen Pistenabschnitten vom Untergrund löst und ins Rutschen gerät.
Entwässerung im Herbst reinigen
Zur Sommerpflege gehört nicht nur der Bewuchs, sondern auch die regelmäßige Kontrolle der Entwässerungssysteme. Entwässerungsgräben und Wasserabläufe müssen im Herbst von Erde, Blättern und anderen Ablagerungen befreit werden, damit Schmelz- und Regenwasser im Frühjahr kontrolliert abfließen kann.
Eine funktionierende Entwässerung verhindert Staunässe und begrenzt Erosion. Dadurch bleiben die Geländeform und die Pistenoberfläche langfristig erhalten, und kostspielige Instandsetzungsarbeiten können vermieden werden.






