Der Ski-Optimal-Parkplatz Hochzillertal wurde von Greenpeace zum Tiroler „Sieger“ der Kampagne Österreichs 9 Betonschätze – Raus aus Grau! ernannt, einer Negativauszeichnung für Österreichs graueste, versteinertste Orte. Die Umweltorganisation will damit die Begrünung fördern.
Warum dieser Ort gewonnen hat
Nach Angaben von Greenpeace ist der Parkplatz an der Talstation in Kaltenbach etwa 25.000 m² groß und weitgehend unbebaut. Der Parkplatz wird während der Wintersportmonate sehr intensiv genutzt, steht aber über weite Teile des Jahres praktisch leer. Genau diese saisonale Nutzung war Anlass zur Kritik. Zuvor hatte der Stadtrat auch ein zusätzliches Parkdeck (etwa 420 Plätze) genehmigt, was zu heftigen Diskussionen vor Ort führte.
Reaktion aus dem Skigebiet
Der Betreiber erklärt gegenüber der Tiroler Tageszeitung, dass er die Kritik von Greenpeace „zur Kenntnis nimmt“. Der Parkplatz besteht seit Jahrzehnten, wird im Winter stark genutzt und wird auch im Sommer von Bergsportlern und bei Veranstaltungen genutzt. Zu einer möglichen Begrünung oder Entsiegelung wurden keine Angaben gemacht.
Was ist das Ziel von Greenpeace?
Die „Betonschätze“ wurden sowohl durch Juryabstimmung als auch durch öffentliche Abstimmung (mehr als 22.000 Stimmen) nach mehr als 400 Einsendungen ermittelt. Pro Bundesland wurde ein „goldener Bohrer“ vergeben, als symbolische Ermutigung, Plätze zu begrünen (Bäume, Sträucher, blühende Flächen) und zu entsiegeln, wo es möglich ist. Die Organisation fordert von der österreichischen Regierung verbindliche Grenzwerte für den Bodenverbrauch und eine bundesweite Begrünungsoffensive.
Andere „Gewinner“
Unter den neun ausgewählten Plätzen sind öfter große Plätze und Parkplätze, wie z.B. der Kapitelplatz (Salzburg) und der Symphonikerplatz (Bregenz).






