Es ist eine der ganz besonderen Traditionen in der Welt des alpinen Skisports: Wer ein Weltcuprennen in Kitzbühel gewinnt, bekommt seinen Namen auf einer der Gondeln der legendären Hahnenkammbahn. Letztes Wochenende bekam kein Geringerer als Marco Odermatt seine eigene Gondel, nachdem er im Januar dieses Jahres den Super-G gewonnen hatte.
Odermatt-Sieg auf der Streif
Nach 12 Teilnahmen in Kitzbühel seit 2019 (mit acht Top-10-Platzierungen) konnte Odermatt in dieser Saison endlich sein großes Ziel erreichen: den Sieg auf der berühmten Streif. Im Super-G schaffte er es, auf die oberste Stufe des Podiums zu fahren und sich damit einen Platz in der Geschichte des Skigebiets zu sichern. Als Tribut ist sein Name nun auf der Gondel Nummer 35 der Hahnenkammbahn verewigt. An der feierlichen Zeremonie am Fuß der Talstation nahmen über 200 geladene Gäste teil, darunter Fans, Teamkollegen und Bekannte aus der Skiszene.
„Ein Traum wird wahr“
„Davon habe ich schon so lange geträumt“, sagte der Schweizer Allrounder bei der Zeremonie. „Kitzbühel ist der absolute Höhepunkt der Saison für uns Athleten. Dass ich nun auch meinen Namen auf einer Gondel hier habe, bedeutet mir sehr viel.“ Die Zeremonie wurde von Michael Huber, dem Präsidenten des Kitzbüheler Ski Clubs, geleitet. Er lobte Odermatt als „den besten Skifahrer der Welt“ und als „einen außergewöhnlich beliebten Sportler“.
Eine beeindruckende Liste von Ehrungen
Marco Odermatt (27) ist vierfacher Sieger der Gesamtweltcupwertung, Olympiasieger und dreifacher Weltmeister. Doch der Sieg in Kitzbühel war lange Zeit ein Missing Link in seiner Karriere. Obwohl er bei der Abfahrt schon mehrmals auf dem Podium stand (darunter zweimal Zweiter und einmal Dritter), kam der echte Triumph erst in dieser Saison mit dem Sieg.
Ein Skilift voller großer Namen
Odermatt reiht sich mit seiner Gondel in eine beeindruckende Liste von Namen ein. Die Hahnenkammbahn hat bereits Gondeln mit anderen legendären Skifahrern wie Franz Klammer, Ingemar Stenmark, Marcel Hirscher, Alberto Tomba und zuletzt Linus Strasser und Clement Noel. Die aktuelle Gondel hat 98 Kabinen, von denen die meisten nach den Siegern des Hahnenkammrennens benannt sind. Eine Reihe von Kabinen, darunter die Nummern 8, 72 und 76, warten noch auf ihren Namen.






