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Schottische Skigebiete erleben besten Winter seit Jahren

Skifahren in Schottland ist nie selbstverständlich. Der Schnee kann in Massen vom Himmel fallen, aber genauso schnell durch Wind, Regen oder milde Luft wieder verschwinden. Dennoch schließen die fünf schottischen Skigebiete den Winter 2025/2026 mit guten Nachrichten ab. Nach einer Reihe schwieriger Saisons wurden wieder deutlich mehr Skipässe verkauft.

Endlich Erholung nach dramatischer Saison

Nach Zahlen von Ski-Scotland wurden im vergangenen Winter 139.445 Skitage in den fünf schottischen Skigebieten verkauft. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Winter 2024/2025, der als der schlechteste aller Zeiten registriert wurde. Damals kamen die fünf Gebiete zusammen nicht über 51.825 Skitage hinaus.

Das aktuelle Ergebnis liegt zwar immer noch deutlich unter dem Top-Winter 2017/2018, als 254.958 Skitage gezählt wurden. Dennoch fühlt es sich für den Sektor wie ein wichtiger Lichtblick an, nach Jahren, in denen Schnee, Wind und enttäuschende Besucherzahlen die Skigebiete schwer unter Druck setzten.

Warum Skifahren in Schottland so schwierig ist

Die schottischen Skigebiete liegen in den Highlands: rau, offen und extrem wetteranfällig. Schnee fällt dort regelmäßig, aber die Berge sind relativ niedrig und stehen unter starkem Einfluss des Seeklimas. Dadurch kann das Wetter innerhalb von 24 Stunden komplett umschlagen.

Kommt der Wind aus Norden, Nordwesten oder Osten, kann ordentlich Schnee fallen. Dreht der Wind auf Südwest, folgt oft Regen und ein weißer Berg kann sich in kurzer Zeit wieder grün oder braun färben. Hinzu kommt, dass starker Wind ein fester Bestandteil des Skifahrens in Schottland ist. Nicht umsonst haben die Gebiete relativ viele Schlepplifte und viel weniger Sessellifte.

Fünf Gebiete in den Highlands

Schottland zählt fünf Skigebiete: Cairngorm, Glencoe, Glenshee, The Lecht und Nevis Range. Erwarte hier kein Alpenpanorama mit Hotels an der Piste und großen Dörfern voller Après-Ski. Es sind eher reine Berggebiete mit Liften, Pisten und Basiseinrichtungen, die in Betrieb gehen, sobald es die Bedingungen zulassen.

Genau das macht das Skifahren in Schottland so besonders. Du brauchst dafür Flexibilität, Glück und manchmal eine ordentliche Portion Durchhaltevermögen.

Glencoe nennt Saison „denkwürdig“

Glencoe blickt auf einen auffallend guten Winter zurück. Das Gebiet war 81 Tage für Skifahrer und Snowboarder geöffnet und verkaufte etwa 14.000 Skipässe.

Besonders war auch der Schneefall im April. Nach einem Sturm, der lokal schnell den Spitznamen „Mega Monday“ erhielt, konnte am 13. April noch im Pulverschnee gefahren werden. Für schottische Verhältnisse ist das eine Saison, die man so schnell nicht vergisst.

Noch erfolgreicher war der Rodelhang von Glencoe. Dort wurden 35.000 Tickets verkauft, deutlich mehr als für das Skifahren selbst.

The Lecht hatte Schnee, aber auch Pech

Auch The Lecht 2090 veröffentlichte Zahlen. Das Gebiet war 58 Tage geöffnet und verkaufte etwa 18.000 Skipässe. Die Schneesituation war ziemlich gut, aber die Saison verlief nicht ohne Probleme.

Glatteis sorgte dafür, dass die Mitarbeiter hart arbeiten mussten, um die Lifte wieder in Gang zu bringen. Zudem war die Zufahrtsstraße 12 Tage lang gesperrt und wochenlang hing hartnäckiger Nebel über dem Gebiet. Dadurch fielen die Besucherzahlen niedriger aus als erhofft.

Hoffnung für einen anfälligen Sektor

Für die schottischen Skigebiete kommt die Erholung zu einem wichtigen Zeitpunkt. In den letzten zehn Jahren gab es mehrere der schlechtesten Winter, die Schottland je erlebt hat. Niedrige Besucherzahlen machen es schwierig, zu investieren und den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Der Winter 2025/2026 zeigt, dass gute Saisons immer noch möglich sind. Gleichzeitig bleibt Skifahren in Schottland ein Abenteuer, bei dem es voll und ganz auf das Timing, das Wetter und eine große Portion Glück ankommt.

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