Schneeupdate: Das ist erst der Anfang, morgen die ersten weißen Dörfer?

Der erste Schnee dieses Wetterumschwungs ist da! Wer heute Morgen die Webcams in den Alpen checkt, sieht, dass verschiedene hohe Gipfel bereits wieder eine weiße Schicht erhalten haben. Gestern gab es reichlich Niederschlag, aber aufgrund der hohen Temperaturen blieb es in den Tälern meist bei Regen. Heute, Mittwoch, den 21. Oktober, geht das unbeständige Wetter weiter und das Spannendste steht uns vielleicht noch bevor. Heute Abend und heute Nacht sinkt die Schneegrenze deutlich, auch in Österreich. Wenn dann noch genügend Niederschlag fällt, könnten wir morgen früh einfach mit Bildern von weiß verschneiten Bergdörfern aufwachen!

Kurz zusammengefasst

  • Der erste Neuschnee ist auf den hohen Berggipfeln in den Alpen gefallen. In den Tälern blieb es wegen der milden Temperaturen hauptsächlich bei Regen.
  • Heute wird erneut viel Niederschlag erwartet. Laut den Schneemodellen können auf den höchsten Bergen lokal etwa 30 cm Neuschnee fallen.
  • Heute Abend und heute Nacht sinkt die Schneegrenze deutlich, örtlich bis auf etwa 1500 Meter. Auch am Freitag und am Wochenende bleiben neue Schneeschauer möglich.

Die ersten weißen Gipfel sind zu sehen!

Nach all den Schneevorhersagen der letzten Tage ist es endlich soweit: Die ersten Ergebnisse sind auf den Webcams sichtbar. Vor allem in großen Höhen ist eine frische weiße Schicht zu sehen, während tiefer gelegene Teile der Alpen noch weitgehend grün und herbstlich sind. Dieser Unterschied hat alles mit den Temperaturen zu tun. Die Störung, die gestern über die Alpen zog, brachte viel feuchte Luft mit sich, aber diese Luft war anfangs noch recht warm. Die Schneegrenze lag vielerorts um 2600 bis 3000 Meter. Dadurch fiel auf den höchsten Gipfeln und Gletschern Schnee, während es in den Dörfern meist regnete. Das sorgte für einen auffälligen Kontrast zwischen den weißen Gipfeln und den noch grünen Tälern.

Heute erneut viel Niederschlag

Auch heute, Mittwoch, den 21. Oktober, ist es mit dem Niederschlag noch lange nicht vorbei. Ein Tiefdruckgebiet über Norditalien sorgt für viel feuchte Luft, und von Westen nähert sich zudem eine Kaltfront. Vor allem in den Schweizer Alpen und entlang des Alpenhauptkamms kann es erneut kräftig regnen und schneien. Später am Tag erreicht der Niederschlag auch immer mehr Gebiete in Österreich.

Laut den neuesten Schneekarten werden heute in den höchsten Lagen von Andermatt-Sedrun, Gemsstock und Disentis etwa 25 bis 30 cm Neuschnee erwartet. Für den Titlis bei Engelberg und den Corvatsch bei St. Moritz stehen ebenfalls rund 20 bis 30 cm auf der Karte. Auch in Österreich bestehen Schneechancen. Für den Stubaier Gletscher und auf dem Kitzsteinhorn werden in großer Höhe etwa 30 cm berechnet, und in St. Anton am Arlberg, Ischgl, Sölden, Obertauern, Serfaus-Fiss-Ladis sowie auf dem Hintertuxer Gletscher können etwa 15 cm fallen.

Hierbei handelt es sich um Modellvorhersagen für den Zeitraum von Mittwochmorgen bis Donnerstagmorgen. Die tatsächlichen Mengen können örtlich anders ausfallen.

Der interessanteste Moment dieses Wetterumschwungs folgt wahrscheinlich später heute. Von Westen strömt immer kältere Luft in die Alpen, wodurch die Schneegrenze im Laufe des Nachmittags und Abends deutlich sinken wird. In den Schweizer Alpen ist heute Abend vielerorts Schnee ab etwa 1300 bis 1500 Metern möglich. Laut MeteoSchweiz kann die Schneegrenze in einigen Tälern von Graubünden sogar vorübergehend unter 1000 Meter sinken.

Auch in Österreich wird es ein Stück kälter. Laut dem österreichischen Bergwetterbericht sinkt die Schneegrenze heute im Westen Richtung 1500 Meter. In der Nacht zum Donnerstag kann diese vielerorts weiter auf etwa 1100 bis 1400 Meter absinken. Das bietet plötzlich eine ganz andere Perspektive als gestern, als Schnee vor allem den höchsten Gipfeln vorbehalten war.

Wachen wir am Donnerstag mit weißen Dörfern auf?

Es könnte gut sein, dass die Webcams am Donnerstagmorgen ein ganz anderes Bild zeigen. Wenn der Niederschlag lange genug anhält, während die Temperatur sinkt, können auch höher gelegene Dörfer und Bergwiesen eine weiße Schicht erhalten. Vor allem in Teilen der Schweiz, Vorarlbergs und Tirols sind die Bedingungen dafür interessant.

Doch es gibt noch einen wichtigen Vorbehalt. Die Schneegrenze kann zwar deutlich sinken, aber das bedeutet nicht automatisch, dass der Schnee auch überall liegen bleibt. In einigen Regionen lässt der Niederschlag gerade dann nach, wenn die kälteste Luft eintrifft. Zudem ist der Boden nach den milden Tagen noch relativ warm. Eine dünne Schneeschicht in tieferen Lagen kann daher schnell wieder verschwinden. Ob wir morgen tatsächlich weiße Dörfer sehen, hängt also vor allem vom Timing ab. Eines ist sicher: Die Webcambilder werden interessant!

Donnerstag vorübergehend ruhiger, danach erneut Schnee

Nach dem unbeständigen Mittwoch scheint der Donnerstag, 22. Oktober, vielerorts eine vorübergehende Wetterbesserung zu bringen. In den Westalpen können Aufklarungen entstehen, und auch in Österreich wird es im Laufe des Tages allmählich trockener. Das kann schöne Bilder von den frisch verschneiten Bergen liefern.

Damit ist diese wechselhafte Phase aber noch nicht vorbei. Ab Freitag, den 23. Oktober, folgen wahrscheinlich neue Niederschlagsgebiete von Westen her. Vor allem in den französischen und Schweizer Alpen wird dann erneut Schnee erwartet, möglicherweise auch in tieferen Lagen als während der ersten Störung. Die Schneemodelle berechnen für Freitag, Samstag und Sonntag erneut ordentliche Mengen auf den hohen Gipfeln. Laut den aktuellen Schneekarten könnte vor allem der Sonntag noch ein interessanter Schneetag werden.

Wie viel Schnee insgesamt fällt, bleibt unsicher. In den letzten Tagen haben wir bereits gesehen, wie stark die Berechnungen auseinandergehen können.

Vorerst ist der Winter vor allem auf den höchsten Gipfeln zurückgekehrt, aber dabei scheint es nicht zu bleiben. Laut den neuesten Vorhersagen könnten die Alpen in den kommenden Tagen möglicherweise mit drei aufeinanderfolgenden Schneestörungen zu tun bekommen. Vor allem die Westalpen können dadurch noch einiges an Neuschnee erwarten.

Die erste Störung ist mittlerweile aktiv und bringt vor allem entlang der Grenze zwischen der Schweiz und Italien viel Niederschlag. In großer Höhe können während dieser ersten Schneerunde etwa 20 bis 40 cm fallen, lokal auf den höchsten Gipfeln möglicherweise noch mehr. Durch die Kaltfront am Mittwoch verlagert sich der Schneefall in Richtung der Nordwestalpen und die Schneegrenze sinkt deutlich.

Am Freitag und Samstag folgt voraussichtlich eine zweite Störung, bei der vor allem die nördlichen französischen Alpen erneut Schnee abbekommen können. An günstig gelegenen Orten werden vorerst weitere 10 bis 20 cm berechnet. Auch das Aostatal und das Schweizer Berner Oberland gehören zu den Gebieten, in denen über die verschiedenen Schneerunden hinweg viel Niederschlag fallen kann.

Und damit ist es möglicherweise noch nicht getan! Zwischen Samstag und Montag kann eine dritte Störung über die Westalpen ziehen. Auch diese scheint sich vor allem für die Nordwestalpen günstig auszuwirken, wo erneut beachtliche Schneemengen möglich sind. Wie viel Schnee letztendlich fällt, bleibt spannend. Vor allem die zweite und dritte Störung sind noch unsicher, und die Schneemodelle können sich in den kommenden Tagen noch deutlich ändern. Aber mit drei möglichen Schneerunden hintereinander ist die Chance groß, dass die höchsten Berge Anfang nächster Woche ein Stück winterlicher aussehen.

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