Das Schweizer Skigebiet Saas-Fee im Wallis stellt wegen der anhaltenden Hitze den Sommerskibetrieb auf dem Gletscher ein. Ab Montag, dem 10. August, sind die Pisten bis auf Weiteres geschlossen; der letzte Skitag ist Sonntag, der 9. August. Damit fällt nach Zermatt ein zweites wichtiges Sommerskigebiet in der Schweiz weg.
Kurz zusammengefasst
- Saas-Fee (Wallis) schließt ab Montag, dem 10. August, die Gletscherpisten.
- Grund: anhaltend hohe Temperaturen und das Ausbleiben nächtlicher Abkühlung.
- Der letzte Skitag ist Sonntag, der 9. August.
- Wann das Skifahren in Saas-Fee wieder möglich ist, ist noch nicht bekannt.
Schnee und Gletscher zu stark verändert
Die Saastal Bergbahnen lassen wissen, dass die Pisten und die Gletscherinfrastruktur unter den aktuellen Bedingungen trotz intensiver Arbeiten im Skigebiet nicht mehr in der erforderlichen Qualität und Sicherheit garantiert werden können. Durch die anhaltend hohen Temperaturen und die fehlende Abkühlung in der Nacht verändern sich der Schnee und der Gletscher so stark, dass ein sicherer Betrieb nicht länger möglich ist. Die Sicherheit von Gästen und Mitarbeitern hat laut den Bergbahnen höchste Priorität. Wann der Sommerskibetrieb wieder aufgenommen werden kann, lassen sie offen.
Zweites Gebiet innerhalb von zwei Wochen
Saas-Fee ist nicht das erste Gebiet, das das Handtuch wirft. Ende Juli stellte auch Zermatt bereits den Sommerskibetrieb ein. Dort sorgte die starke Gletscherschmelze dafür, dass sogar die Transportanlagen instabil wurden, woraufhin das Skifahren aus Sicherheitsgründen gestoppt wurde. Für Wintersportler, die diesen Sommer auf dem Gletscher skifahren wollten, bedeutet dies, dass zwei der bekanntesten Schweizer Sommerskigebiete nun gleichzeitig geschlossen sind.
Auch Top-Skifahrer verlieren Trainingsgelände
Die Folgen treffen nicht nur Urlauber, sondern auch den Wettkampfsport. Mit dem Wegfall von Saas-Fee verschwindet erneut ein wichtiger Trainingsstandort, wodurch für Nationalmannschaften immer weniger Platz bleibt.
Einige Gruppen von Swiss-Ski können zwar noch in Zermatt trainieren, aber unter erschwerten Bedingungen: Statt mit dem Lift geht es teilweise mit Schneemobilen zu den Trainingshängen. Für viele ausländische Teams ist die Situation noch schwieriger. Sie weichen bereits in Skigebiete in Südamerika aus, wo jetzt Winter ist. Auch das Schweizer Technik-Team reist in den kommenden Wochen dorthin.
Wiedereröffnung noch ungewiss
Die Bergbahnen behalten die Entwicklung der Bedingungen im Auge und geben an, erst wieder zu öffnen, sobald die Sicherheit für Gäste und Mitarbeiter gewährleistet ist. Sie werden informieren, sobald die Bedingungen eine Wiederaufnahme des Skibetriebs zulassen. Wir behalten die Entwicklungen im Auge.
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