Fast zwei Jahre nach der Insolvenz des vorherigen Betreibers scheint sich das Blatt für das Skigebiet am Dreiländereck bei Arnoldstein gewendet zu haben. Wo die Lifte letzten Winter noch komplett stillstanden, drehen sie diese Saison wieder. Dank der Übernahme durch eine neue Betreibergesellschaft konnte das Gebiet kurz vor Weihnachten wiedereröffnet werden. Laut Geschäftsführer Andreas Blüm ist die erste Bilanz positiv. Es wurden inzwischen über 1,5 Millionen Euro in die Infrastruktur und die Betriebsaufnahme des Gebiets investiert. Während der Weihnachtszeit und in den ersten Wochen der Saison fanden sowohl Touristen als auch lokale Wintersportler den Weg ins Gebiet.
Im Überblick:
- Skigebiet Dreiländereck läuft nach Insolvenz und stillstehenden Liften im letzten Winter wieder.
- Mehr als 1,5 Millionen Euro investiert; Winterstart wird als „gelungen“ bewertet.
- Größte Herausforderung: zu wenige Betten für eine strukturelle Auslastung in ruhigen Perioden.
Januar war herausfordernd
Wie in vielen kleineren Skigebieten blieb auch hier der traditionelle Januarknick nicht aus. Schlechtes Wetter und das Fehlen ausreichender Übernachtungsmöglichkeiten sorgten für eine schwierigere Periode. Dennoch sprechen die Betreiber von einem gelungenen Neustart. Die kommenden Frühlingsferienwochen müssen zeigen, wie stabil die Basis wirklich ist.
Wichtig für die Region
Die Wiedereröffnung sorgt für Erleichterung in der Region um Arnoldstein. Laut Tourismusvertreter Stefan Domenig ist das Skigebiet Dreiländereck eine wertvolle Ergänzung zur größeren Gerlitzenalpe. Besonders für Familien ist es ein attraktives, übersichtliches Wintersportgebiet. Im Sommer dient es zudem als beliebtes Ziel für Wanderer.
Größter Engpass: zu wenige Betten
Die Betreiber sehen jedoch eine klare strukturelle Herausforderung: den Mangel an Unterkünften. Um das Skigebiet stabil zu betreiben, werden laut Blüm etwa 200 bis 250 zusätzliche Betten benötigt. Ohne ausreichende Übernachtungsmöglichkeiten bleibt es schwierig, auch außerhalb der Spitzenzeiten eine solide Auslastung zu erzielen. Doch nach Jahren der Unsicherheit ist der erste Schritt getan. Die kommenden Saisons werden zeigen, ob sich das Dreiländereck endgültig als vollwertiges Familienskigebiet in Kärnten etablieren kann.
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