© saalbach.com, Daniel Roos

Ski-WM in Saalbach offenbar Millionen günstiger als erwartet

Gute Nachrichten aus Saalbach-Hinterglemm! Die Ski-WM vom Februar 2025 war anscheinend nicht nur sportlich, sondern auch finanziell ein voller Erfolg. Die Endabrechnung zeigt nämlich, dass das Event deutlich weniger gekostet hat als ursprünglich geplant. Statt der erwarteten 37,5 Millionen € beliefen sich die Gesamtkosten auf etwa 33 bis 34 Millionen €. Das bedeutet eine Ersparnis von satten 3,5 bis 4,5 Millionen €! Und damit nicht genug: Laut Untersuchungen hat das Event auch einen ordentlichen wirtschaftlichen Beitrag für die Region geleistet.

Kurz zusammengefasst

  • Die Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm kostete etwa 33 bis 34 Millionen €, während 37,5 Millionen € budgetiert waren.
  • Durch die niedrigeren Kosten können voraussichtlich 1 bis 2 Millionen € an das Land Salzburg zurückfließen.
  • Das Event lockte rund 175.000 Zuschauer an und generierte laut Studien eine zusätzliche Wertschöpfung von 34,7 Millionen €.

Bis zu 4,5 Millionen € weniger ausgegeben als geplant

Gut anderthalb Jahre nach der Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm ist nun klar, wie viel das Event tatsächlich gekostet hat. Und dieser Betrag fällt ein ganzes Stück niedriger aus als gedacht. Für die Weltmeisterschaft, die vom 4. bis 16. Februar 2025 stattfand, stand ursprünglich ein Budget von 37,5 Millionen € zur Verfügung. Laut der neuesten Abrechnung liegen die endgültigen Kosten zwischen 33 und 34 Millionen €.

Damit wurden etwa 3,5 bis 4,5 Millionen € weniger ausgegeben als vorab geplant.

Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis für ein internationales Sportevent, für das umfangreiche Vorbereitungen nötig waren. Von Rennpisten und Sicherheitseinrichtungen bis hin zu Tribünen und Infrastruktur: In Saalbach-Hinterglemm musste viel organisiert werden, um die besten Skifahrer der Welt zu empfangen.

Millionen Euro zurück an das Land

Das Land Salzburg hatte für die WM 15 Millionen € an finanzieller Unterstützung bereitgestellt. Da die Kosten nun niedriger ausgefallen sind, kann ein Teil dieses Geldes in den Landeshaushalt zurückfließen. Nach aktuellen Erwartungen handelt es sich um etwa 1 bis 2 Millionen €.

Dieses Geld findet möglicherweise direkt eine neue Bestimmung im Skiurlaub. Der zuständige Sportlandesrat Martin Zauner hat angedeutet, dass es unter anderem für die Renovierung der Skisprunganlage in Bischofshofen verwendet werden könnte. Das ist der bekannte Ort, an dem jährlich eines der Springen der Vierschanzentournee stattfindet.

Der gesamte eingesparte Betrag von maximal 4,5 Millionen € geht also nicht automatisch zurück an die öffentliche Hand. Wie viel genau zurückfließt, hängt mit der endgültigen finanziellen Abwicklung zusammen.

Ski-WM brachte der Region 34,7 Millionen € ein

Neben den niedrigeren Organisationskosten gibt es auch positive Zahlen zur wirtschaftlichen Auswirkung der WM. Laut einer wissenschaftlichen Analyse der Universitäten Innsbruck und Salzburg hat das Event eine zusätzliche Wertschöpfung von 34,7 Millionen € generiert. Dabei geht es um den Beitrag zur regionalen Wirtschaft, zum Beispiel durch Ausgaben und Aktivitäten im Zusammenhang mit der Organisation und dem Besuch der Weltmeisterschaft. Dieser Betrag ist nicht gleichzusetzen mit dem Gewinn für die Organisation.

Während der WM kamen etwa 175.000 Zuschauer nach Saalbach-Hinterglemm, um die Rennen live zu erleben. Die vielen Besucher sorgten für ordentlich Betrieb im und rund um das Glemmtal. Auffällig ist, dass laut der Untersuchung ein befürchteter negativer Effekt auf den regulären Wintertourismus ausblieb. Es gab Sorgen, dass normale Urlauber wegen der Rennen wegbleiben würden, aber ein solcher Verdrängungseffekt wurde nicht festgestellt.

Saalbach profitiert auch nach der WM

Die Vorteile der Weltmeisterschaft beschränken sich laut dem Land Salzburg nicht nur auf diese zwei Wochen im Februar 2025. Im Vorfeld des Events wurde nämlich auch in Einrichtungen investiert, die Einwohner und Urlauber noch jahrelang nutzen können.

So wurden unter anderem der Busbahnhof in Hinterglemm und die ÖPNV-Verbindungen in der Region verbessert. Die Buslinie 680 fährt inzwischen in einer höheren Taktung, und auch der neue Bahnhof in Maishofen wird als eine der bleibenden Verbesserungen genannt. Zudem wurde in Wege für Fußgänger und Radfahrer sowie in die Gestaltung des öffentlichen Raums investiert. Damit hat die WM nicht nur den Rennsport beeinflusst, sondern auch die Erreichbarkeit und Lebensqualität der Skiurlaub-Region.

Eine andere Geschichte als bei der WM 1991

Für Saalbach-Hinterglemm sind die positiven Finanzzahlen besonders erfreulich. Das Dorf richtete nämlich bereits 1991 die Ski-WM aus. Dieses Event hinterließ damals ein deutlich weniger günstiges finanzielles Ergebnis. Genau deshalb wurde bei den Vorbereitungen auf die WM 2025 sehr genau auf die Kosten und den langfristigen Nutzen der Investitionen geachtet.

Diesmal scheint die Organisation finanziell erheblich besser verlaufen zu sein. Auch der Österreichische Skiverband (ÖSV) äußerte sich bereits positiv über das wirtschaftliche Ergebnis. Laut Verband blieben große Überschreitungen der Baubudgets aus, und es wurde gezielt in Anlagen investiert, die nach der WM nutzbar bleiben.

Positiver Abschluss der WM Saalbach 2025

Die Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm liegt mittlerweile gut anderthalb Jahre zurück, aber die finanzielle Bilanz ist erst jetzt klar geworden. Mit maximal 4,5 Millionen € weniger Ausgaben als geplant, einer erwarteten Rückzahlung an das Land Salzburg und 34,7 Millionen € an berechneter zusätzlicher Wertschöpfung fällt der Rückblick positiv aus.

Für Saalbach-Hinterglemm bedeutet es zudem, dass ein Teil der Investitionen noch jahrelang sichtbar bleibt. Die Rennen sind vorbei, aber die Verbesserungen an der Infrastruktur bleiben bestehen. Ein schöner Abschluss für eines der größten Skiurlaub-Events, die Österreich in den letzten Jahren organisiert hat!

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