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Lawinengefahr steigt auf Stufe 4 (rot) in den Alpen

Die Lawinengefahr nimmt zu Beginn der Woche in großen Teilen der Alpen deutlich zu. Nicht nur in Tirol, sondern auch im Westen der italienischen Alpen und in Teilen der Schweiz herrscht derzeit eine sehr kritische Situation. An mehreren Orten wurde die Lawinengefahrenstufe 4 (groß) ausgerufen.

Im Überblick:

  • In Teilen Österreichs und Italiens gilt Lawinengefahrenstufe 4 (groß).
  • In einem Großteil der Schweiz gilt Stufe 3 (erheblich).
  • Ursache: durchnässte Schneeschicht + Regen bis auf 2.500 Meter.
  • Großes Risiko für Nassschneelawinen und Spontanabgänge.

Gilt in: österreichischen Tirol, dem Westen Italiens und Teilen der Schweiz

Die erhöhte Lawinenwarnung beschränkt sich nicht nur auf Tirol. Auch im Westen der italienischen Alpen, im Grenzgebiet zu Frankreich und der Schweiz ist die Situation riskant. Dort gilt die Stufe 4 unter anderem in: den Grajischen Alpen, den nördlichen Lepontinischen Alpen – den Bergen rund um Aosta und den Walliser Alpen. Darüber hinaus gilt in weiten Teilen der Alpen auch die Lawinengefahrenstufe 3 (erheblich), was weiterhin bedeutet, dass die Situation instabil und risikoreich ist, insbesondere abseits der Pisten.

Regen macht Schneedecke instabil

Die Ursache für die erhöhte Lawinengefahr liegt in der Kombination aus Regen und milden Temperaturen. Regen dringt tief in die Schneedecke ein und schwächt bestehende Schwachschichten aus dem Winter. Hierdurch nimmt die Gefahr von nassen und schweren Lawinen stark zu. Vor allem an Hängen zwischen etwa 2.200 und 2.500 Metern können Lawinen spontan entstehen, ohne direkte Belastung durch Skifahrer.

Lawinen können weiter reichen als normal

Durch die nassen Schneemassen können Lawinen auch weiter vordringen als üblich. In manchen Fällen erreichen sie sogar Gebiete, in denen normalerweise keine Lawinengefahr erwartet wird, wie etwa tiefer gelegene Hänge oder Talzonen. Dies macht die Situation besonders tückisch, auch für Wintersportler, die glauben, sicher zu sein.

Ausblick: Möglicherweise langsame Besserung

Mit einer erwarteten Abkühlung im Laufe der Woche kann sich die Schneedecke allmählich stabilisieren. Bis dahin bleibt die Situation jedoch in mehreren Teilen der Alpen potenziell gefährlich.

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