Fichtelberg

Käufer sagt Notartermin ab: Privatisierung des Skigebiets am Fichtelberg verzögert sich

Die Privatisierung des deutschen Skigebiets am Fichtelberg verzögert sich. Der geplante Notartermin wurde vom Käufer abgesagt, bestätigt Bürgermeister Jens Benedict. An einem neuen Termin wird gearbeitet. Dafür muss allerdings noch einiges geklärt werden.

Kaufpreis über 10 Millionen Euro

Der Stadtrat genehmigte im Juni den Verkauf der Fichtelberg Schwebebahn GmbH – inklusive Skigebiet und historischer Pendelbahn – an die Liftgesellschaft Oberwiesenthal (LGO). Der Preis wurde auf Basis eines externen Gutachtens mit 10,4 Mio. € festgesetzt. Die Übertragung war ursprünglich für Mitte August vorgesehen. Laut regionalen Berichten liegen noch offene Punkte auf dem Tisch. Die Stadt verweist für Details auf den Käufer. Ein neuer Notartermin ist für die erste Oktoberwoche vorgesehen.

Modernisierung des Skigebiets

Der neue Eigentümer will unmittelbar investieren: unter anderem den Ersatz der Himmelsleiter-Lifte durch eine 6er-Sesselbahn, den Ausbau der Schneekanonen sowie ein zusätzliches Wasserreservoir. Wichtig: Die Baugenehmigung für das Himmelsleiter-Projekt läuft Ende dieses Jahres aus – entsprechend Zeitdruck. Damit der Bau der 6er-Sesselbahn rechtzeitig starten kann, sind eine zügige rechtliche Finalisierung der Transaktion und entsprechende Finanzierungsbeschlüsse wünschenswert.

Skibetrieb im kommenden Winter gesichert

Operativ ändert sich kurzfristig nichts: Solange der Verkauf nicht abgeschlossen ist, betreibt die kommunale Gesellschaft das Gebiet weiter und setzt die Wintervorbereitungen fort. Skifahren ist also möglich – auf etwas mehr als 15 Kilometern Pisten. Der höchste Punkt des Skigebiets liegt auf 1.215 Metern; für alpine Verhältnisse ist das nicht hoch. Aufgrund der östlichen Lage an der Grenze zu Tschechien gilt das Gebiet dennoch als vergleichsweise schneesicher.

Teile diesen Artikel:

Wonach suchen Sie?