Nach Monaten der Unsicherheit scheint die Zukunft des österreichischen Skigebiets Schetteregg gesichert zu sein. Der Unternehmer Jürgen Sutterlüty übernimmt die Anlagen der insolventen Liftgesellschaft und will das Gebiet in den kommenden Jahren Schritt für Schritt weiterentwickeln. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf dem Winter, sondern ausdrücklich auch auf dem Sommer.
Im Überblick:
- Investor Jürgen Sutterlüty übernimmt die Anlagen von Schetteregg.
- Das Skigebiet befand sich seit der Insolvenz der Liftgesellschaft in Ungewissheit.
- Es wird in das Kinderland, die Beschneiungsanlagen und die Infrastruktur investiert.
- Im Jahr 2027 soll zudem ein neuer Bikepark eröffnen.
Ende der monatelangen Unsicherheit
Die Zukunft von Schetteregg hing schon seit geraumer Zeit am seidenen Faden. Nach der Insolvenz der Egger Liftgesellschaft wurde monatelang über einen möglichen Neustart verhandelt. Nun steht fest, dass die Übernahme zustande kommt, und es kann an einem neuen Zukunftsplan für das Skigebiet im Bregenzerwald gearbeitet werden.
Neuer Eigentümer sieht Chancen
Investor Jürgen Sutterlüty will Schetteregg nicht nur erhalten, sondern auch weiterentwickeln. Seiner Meinung nach hat das Gebiet viel Potenzial als Familienziel, Naturraum und Erholungsgebiet für den Winter- sowie Sommertourismus. „Wir übernehmen Schetteregg mit Respekt vor seiner Geschichte, aber auch mit einer klaren Vision für die Zukunft“, lässt Sutterlüty gegenüber dem ORF verlauten.
Der Unternehmer betont, dass die Zusammenarbeit mit Anwohnern, Landwirten, Tourismusbetrieben und Grundeigentümern dabei essenziell ist.
Investitionen in Schneesicherheit und Kinderland
Auch für Wintersportler liegen konkrete Pläne auf dem Tisch. Dazu gehört der Ausbau der Anlagen zur Erzeugung von technischem Schnee. So soll künftig auch der Bereich um den Übungslift Amagmach und das Kinderland damit versorgt werden. Zudem erhält das Kinderland ein neues Förderbandsystem mit einer Länge von über 70 Metern. Des Weiteren stehen Verbesserungen an der Infrastruktur auf dem Programm, darunter Parkplätze, Verkehrsführung und die allgemeine Aufenthaltsqualität im Gebiet.
Bikepark soll den Sommer stärken
Ein wichtiger Bestandteil der Zukunftsvision ist ein neuer Bikepark. Der Genehmigungsantrag wurde bereits eingereicht und die ersten Verfahren starten Anfang Juli. Wenn alle Genehmigungen erteilt werden, können die Arbeiten noch in diesem Sommer oder im frühen Herbst beginnen. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Um Mountainbikes transportieren zu können, wird auch der bestehende Sessellift angepasst. Damit will Schetteregg weniger abhängig vom Winter werden und sich zu einem Ziel entwickeln, das das ganze Jahr über Besucher anzieht.
Große Unterstützung aus der Region
Dass Schetteregg in der Region verankert ist, zeigte sich bereits an einer Petition, die fast 13.000 Unterschriften sammelte. Laut dem neuen Eigentümer unterstreicht dies, wie wichtig das Gebiet für Bewohner, Unternehmer und Erholungssuchende ist. Mit der Übernahme scheint nun eine lange Zeit der Unsicherheit zu Ende zu gehen. Vorerst bleibt Schetteregg also als Ziel für den Skiurlaub erhalten, während gleichzeitig an einer breiteren Zukunft als Familien-, Natur- und Bikedestination gearbeitet wird.






