Hauptroute nach Cortina d’Ampezzo aufgrund von Erdrutschen teilweise gesperrt

Nach heftigen Regenfällen kam es auf der Hauptzufahrtsstraße nach Cortina d’Ampezzo, der SS51 „Alemagna“, zu mehreren Erdrutschen. Große Mengen an Schlamm und Geröll blockierten die Straße bei San Vito di Cadore und leiteten sogar den Lauf des Flusses Boite vorübergehend um. Daher kann die bekannte Bergstadt bis auf Weiteres nicht über die normale Route aus dem Süden erreicht werden.

Zwei Erdrutsche in kurzer Zeit

Die erste große Schlammlawine kam in der Nacht von Sonntag auf Montag herunter. Ein zweiter Einsturz folgte am Dienstagnachmittag, verursacht durch ein kurzes, aber heftiges Gewitter in Cortina. Der instabile Hang auf der Croda Marcora galt bisher nicht als Risikogebiet und war daher nicht mit Schutzmaßnahmen ausgestattet. Das ändert sich jetzt: Die Behörden erwägen ein schnell einsetzbares Radarsystem zur Überwachung des Geländes und bereiten zusätzliche Bauarbeiten vor, um zukünftige Rutschungen zu verhindern. Auch die geologische Situation wird von Experten untersucht.

Auswirkungen auf die olympische Planung

Die Schließung kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Cortina d’Ampezzo ist neben Mailand einer der Gastgeber der Olympischen Winterspiele 2026, die in wenigen Monaten stattfinden werden. Es wird befürchtet, dass die Schäden und Reparaturen die Vorbereitungen und die Planung der Infrastruktur verzögern werden. Die lokalen Behörden versuchen dringend, Lösungen zu finden, um die Zugänglichkeit des (Ski-)Gebiets wiederherzustellen.

Mehrere Hilfsaktionen in Südtirol

Gewitter, Hagel und Regenfälle trafen mehrere Regionen in den Alpen. Die Region Sterzing war mit bis zu 100 mm Regen in kürzester Zeit an einigen Stellen besonders stark betroffen. Innerhalb von zwei Stunden wurden die Rettungsdienste bis zu 100 Mal zu Zwischenfällen gerufen. Dazu gehörten überflutete Keller und Garagen, Schlammlawinen, Straßensperren und über die Ufer getretene Bäche. In Bardoneccia bei Turin wurde sogar ein Mann tot aufgefunden, nachdem der Fluss über die Ufer getreten war und schwere Überschwemmungen verursacht hatte.

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