Mit dem Start der neuen Wintersportsaison steht Österreich erneut vor einem großen Problem: einem großen Personalmangel. Vor allem in der Gastronomie fehlen Arbeitskräfte, und deshalb setzen Hotels und Restaurants jetzt verstärkt auf ausländische Arbeitnehmer. Der Arbeitsmarkt ist so angespannt, dass Arbeitgeber auffallend großzügig sind: von kostenloser Unterkunft bis hin zu attraktiven Gehältern um die 3000 Euro pro Monat. .
Europäische Werbekampagne in vollem Gange
Um die vielen offenen Stellen zu besetzen, schaltet Österreich internationale Plattformen wie EURES ein. Gesucht werden unter anderem Kellner, Barpersonal und Allround-Servicemitarbeiter. Dass es sich um Saisonarbeit handelt, hält viele nicht ab: Das Gehalt liegt laut internationalen Medien bei rund 27.000 Euro brutto pro Jahr, mit Spielraum für Zulagen bei Erfahrung. Die Sprache ist kein großes Hindernis. Englisch auf B1-Niveau oder Grundkenntnisse Deutsch (A2) reichen in der Regel aus, um loslegen zu können, und EU-Bürger müssen keine zusätzliche Arbeitserlaubnis beantragen.
Kostenlose Unterkunft und Extras zusätzlich zum Lohn
Eine der größten Verlockungen: der Wohnraum. Viele Hotels bieten kostenlose Unterkünfte, oft in Einzelzimmern mit eigenem Bad, WLAN und TV. Einige Arbeitgeber gehen noch weiter und bieten Rabatte auf Skipässe, kostenlose Mahlzeiten oder Zugang zu Wellnesseinrichtungen. In teuren Wintersportgebieten kann dies Hunderte von Euro pro Monat ausmachen, ein wichtiger Grund, warum sich immer mehr Menschen u. a. aus Spanien und Rumänien interessieren.
Aber: Nicht alles ist rosig
Dennoch gibt es auch Kritik. Aus Zahlen geht hervor, dass die Branche stark von ausländischen Arbeitskräften abhängig ist: In Tirol beispielsweise kamen in der vergangenen Saison zwei Drittel des Winterpersonals aus dem Ausland. Außerdem bleiben Stellenangebote trotz der relativ guten Bedingungen schwer zu besetzen.
Weniger attraktiv für junge Leute
Arbeitsmarktexperten sehen ein breiteres Problem. Die Branche wird für junge Leute aufgrund der unregelmäßigen Arbeitszeiten, der saisonalen Hektik und des Mangels an Flexibilität wie z. B. Homeoffice immer unattraktiver. Dadurch wird es immer schwieriger, die Defizite strukturell zu beheben, und die Abhängigkeit von ausländischen Arbeitnehmern wächst weiter.
Saisonarbeit bleibt Saisonarbeit
Die meisten Angebote sind befristet und laufen nur für einen Winter. Für viele Arbeitssuchende ist das in Ordnung, aber wer langfristig Sicherheit sucht, geht oft leer aus. Dennoch bleibt Österreich eine beliebte Wahl für alle, die einen Winter lang im Schnee arbeiten, gut verdienen und kostenlos wohnen und eine schöne Skisaison erleben möchten.






