Anhaltender Schneefall und Eisregen haben die Straßen in Kärnten am vergangenen Wochenende extrem glatt gemacht. Dies führte zu mehreren Verkehrsunfällen, Verletzten und verschiedenen Fällen von Fahrerflucht. Die Rettungsdienste leisteten Überstunden.
Im Überblick:
- Schnee und Eisregen sorgen für sehr glatte Straßen in Kärnten
- Mehrere Verkehrsunfälle mit Verletzten und Fahrerflucht
- Regen spült Streusalz weg, Winterdienste leisten Überstunden
- Krankenhäuser und Rettungsdienste verzeichnen einen starken Anstieg an Verletzungen
- Straßensperrungen und Schneekettenpflicht auf vielen Bergstraßen
- Situation verbessert sich langsam, aber Wachsamkeit bleibt geboten
Regen spült Streusalz weg
Die Kombination aus Regen in den Tälern und Schnee in höheren Lagen sorgt für schwierige Bedingungen. Das Regenwasser spült das Streusalz immer wieder von der Fahrbahn, wodurch die Straßen schnell wieder tückisch glatt werden. Die Straßendienste und ASFINAG waren das ganze Wochenende über ununterbrochen im Einsatz, um die Situation unter Kontrolle zu halten.
Mehrere Unfälle mit Verletzten
Auch am Sonntag blieb es unruhig auf den Straßen. So wurde eine 26-jährige Autofahrerin gegen Mittag auf der Ossiacher See Süduferstraße verletzt. Ihr Auto geriet auf der schneebedeckten Straße ins Schleudern und prallte gegen einen Betonpfeiler. Später am Nachmittag verlor ein 18-jähriger Fahrer aus Salzburg auf der Tauernautobahn (A10) auf Höhe des Rastplatzes Feistritz die Kontrolle über sein Auto. Er prallte gegen eine Verkehrseinrichtung. Sowohl der Fahrer als auch seine 17-jährige Beifahrerin wurden verletzt und in das LKH Villach gebracht.
Mehrere Fälle von Fahrerflucht nach Unfall
In Greifenburg kam es auf der Drautalstraße zu einer Kollision, bei der ein 63-jähriger Autofahrer aus Italien nach dem Zusammenstoß weiterfuhr. Das Opfer, eine 57-jährige Frau, wurde verletzt und in das Krankenhaus in Spittal an der Drau eingeliefert. Der Fahrer wurde kurze Zeit später angehalten und wird mehrfach angeklagt. Auch in Villach ereignete sich ein Unfall mit Fahrerflucht. Ein unbekannter Autofahrer zwang eine 58-jährige Frau zu einer Vollbremsung. Aufgrund der Glätte verlor sie die Kontrolle über ihr Auto und prallte gegen eine Mauer. Die Frau wurde verletzt; die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.
Andrang bei Rettungsdiensten und Krankenhäusern
Nicht nur der Autoverkehr hatte mit der Glätte zu kämpfen. Auch Fußgänger kamen regelmäßig zu Fall. Die Rettungsdienste melden deutlich mehr Einsätze und auch die Notaufnahmen arbeiteten mit voller Kapazität. Im UKH Klagenfurt wurden vor allem Handgelenks-, Schulter- und Knöchelbrüche behandelt, aber auch schwerere Beinbrüche kamen häufig vor.
Straßensperrungen und Schneekettenpflicht
Aufgrund der winterlichen Bedingungen wurden mehrere Bergpässe und Straßen vorübergehend gesperrt, darunter:
- Loiblpass
- Seebergsattel
- Paulitschsattel
- Teile der Turracher Straße (B95)
Auf vielen höher gelegenen Straßen galt Schneekettenpflicht, unter anderem auf der Katschbergstraße, Plöckenpassstraße und Weissenseestraße.
Vorsichtige Besserung erwartet
In der Nacht zum Montag ist es größtenteils trocken geworden, aber durch sinkende Temperaturen bleibt örtliche Glätte nach dem Regen möglich. Gleichzeitig nimmt die Lawinengefahr in den Karnischen Alpen und den Karawanken zu.






