„Find My iPhone rettete das Leben meines Vaters“: Skifahrer überlebt 4 Stunden unter Lawine

Es klingt wie eine Werbung für Apple, aber für die Familie von Michael Harris war die „Wo ist?“-Funktion letzte Woche buchstäblich der Unterschied zwischen Leben und Tod. Was ein Traumtag im tiefen Powder des US-Skigebiets Stevens Pass hätte werden sollen, verwandelte sich in einen vierstündigen Überlebenskampf unter dem Schnee.

Tochter Lauren Ashley teilte die herzzerreißende Geschichte auf Facebook, nachdem ihr Vater Michael von einer Lawine erfasst worden war. Das Besondere? Das Unglück geschah innerhalb der markierten Grenzen des Skigebiets.

„Dein Vater wird vermist“

Panik kam auf, als Michaels Frau bemerkte, dass ihr Mann, der allein unterwegs war, schon seit Stunden nicht mehr erreichbar war. Lauren beschreibt den Moment, als sie den Anruf erhielt:

„Die ersten Worte, die sie zu mir sagte, waren: ‚Dein Vater wird vermist‘. Mit diesen Worten hatte ich nicht gerechnet. Mir rutschte das Herz in die Hose, ich hatte das Gefühl, mich übergeben zu müssen, und spürte eine Panikattacke aufkommen.“

Die Familie sah in der „Wo ist?“-App, dass sich Michaels Standort seit drei Stunden nicht verändert hatte. Während seine Frau zum Pass fuhr, versuchte die Familie verzweifelt, die Skipatrouille zu erreichen. Vor Ort konnte sie den Rettungskräften die exakten Koordinaten auf ihrem Handy zeigen.

Vier Stunden unter dem Schnee

Dank der präzisen Standortdaten konnte die Skipatrouille gezielt suchen. Nach einer Ewigkeit kam die erlösende Nachricht über Funk: Michael wurde gefunden. Er war vier Stunden lang unter dem Schnee begraben gewesen.

Sein Zustand war kritisch; die Rettungskräfte fanden ihn mit schwerer Unterkühlung (einer Körpertemperatur von etwa 26 Grad) vor. Im Krankenhaus stellte sich heraus, dass er eine Lungenprellung, eine Lungenentzündung, Nierenschäden und einen komplexen Bruch des Schienbeinkopfes erlitten hatte. Lauren: „Es ist ein wahres Wunder, dass er überlebt hat und keine lebensverändernden oder lebensbedrohlichen Verletzungen davongetragen hat.“

Jeder Atemzug ist ein Geschenk

Inzwischen wurde Michael operiert und beginnt eine lange Rehabilitation von mindestens 14 bis 16 Wochen. In einem emotionalen Update blickt er auf die beängstigenden Momente unter dem Schnee zurück:

„Während ich hier im Bett liege, fange ich an, auf meine Atmung zu achten. Einatmen. Ausatmen. Alles geht automatisch. Ich bin voller Ehrfurcht vor dem Überfluss an Sauerstoff, der mir frei zur Verfügung steht, während das vor nur 10 Tagen auf diesem Berg eine kostbare und begrenzte Ressource war, die ich fast aufgebraucht hatte.“

Unterstützung für die Familie

Da Michael der alleinige Ernährer ist und derzeit keinen Job hat, hat die Familie eine GoFundMe-Seite eingerichtet, um die enormen medizinischen Kosten zu decken.

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