Felssturz schneidet Dorf im Zillertal ab: Mehr als 100 Einwohner eingeschlossen

Im Zillertal ist ein Teil der Einwohner des Dorfes Rohrberg seit Montagabend von der Außenwelt abgeschnitten. Ein großer Felsblock löste sich aus einer steilen Wand und landete genau auf der einzigen Zufahrtsstraße zur Mühlbachsiedlung. Obwohl der Block inzwischen entfernt wurde, bleibt die Straße vorerst gesperrt.

Im Überblick:

  • Großer Felssturz in Rohrberg (Zillertal) blockiert einzige Zufahrtsstraße.
  • Rund 120–140 Bewohner sitzen seit Montagabend in ihrem Wohngebiet fest.
  • Felsblock ist entfernt, aber der instabile Hang sorgt für anhaltende Sperrung.
  • Geologen beurteilen heute, ob die Straße sicher genug ist, um sie zu öffnen.
  • Keine Verletzten und keine Schäden an Häusern.

Felsblock donnert 50 bis 60 Meter nach unten

Am Montag gegen 18.00 Uhr brach ein riesiger Stein aus der Felswand oberhalb der Mühlbachsiedlung in Rohrberg. Der Fels rutschte Dutzende Meter über ein Feld nach unten und kam mitten auf der schmalen Gemeindestraße zum Stillstand. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt und es entstanden keine Schäden an Häusern oder Fahrzeugen. Der Block wurde später am Abend weggeholt, aber damit war die Gefahr nicht vorüber.

Einzige Zufahrtsstraße vollständig gesperrt

Die Gemeindestraße ist die einzige Straße zur Mühlbachsiedlung. Durch den Felssturz wurde diese vollständig gesperrt, wodurch etwa 120 bis 140 Bewohner seitdem praktisch eingeschlossen sind. Die lokalen Behörden halten das Gelände oberhalb der Straße noch für instabil, wodurch die Gefahr von neuen Ablagerungen oder herabfallenden Steinen besteht.

Geologen untersuchen die Situation

Dienstagmorgen ist ein Experte der Landesgeologie vor Ort, um den gesamten Hang zu inspizieren. Erst wenn klar ist, ob die Wand stabil genug ist, kann entschieden werden, ob die Straße wieder vorsichtig geöffnet werden kann oder länger gesperrt bleiben muss. Bis dahin sind die Bewohner auf Notlösungen angewiesen. Über Evakuierung wird vorerst nicht gesprochen, da keine direkte Gefahr für Wohnungen besteht.

Keine Verletzten, aber viel Unsicherheit

Die Situation ist vor allem schwierig, weil es sich um eine ruhige Wohngegend handelt, in der viele Familien von dieser einen Zufahrtsstraße abhängig sind. Die Gemeinde und Hilfsdienste stehen in Kontakt mit den Bewohnern und sorgen dafür, dass medizinische Hilfe und notwendige Versorgung erreichbar bleiben. Heute Vormittag wird die Situation erneut begutachtet, um über weitere Maßnahmen zu entscheiden.

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