Der Vorhang für das Skigebiet Jungholz im österreichischen Bundesland Tirol ist endgültig gefallen. Eine geplante Übernahme durch einen Investor ist in letzter Minute gescheitert, obwohl die Kaufsumme bereits auf dem Konto des Insolvenzverwalters eingegangen war. Damit findet der lange Kampf um die Rettung des kleinen, aber beliebten Skigebiets ein tragisches Ende.
Übernahme schien abgeschlossen, fiel aber trotzdem durch
Die Geschichte von Jungholz begann 2023, als das Skigebiet in Konkurs ging und daraufhin zum Verkauf angeboten wurde. Im März dieses Jahres kam die gute Nachricht, dass es einen Käufer für das kleine Tiroler Skigebiet gibt. Die Hoffnungen auf einen Neustart waren groß, als ein Käufer 1,7 Millionen Euro überwies, um die Lifte und das Gelände der Skiliftgesellschaft Jungholz zu übernehmen. Der Kauf war sogar schon vom Gericht in Innsbruck genehmigt worden. Doch am Ende scheiterte der Deal an einem entscheidenden Punkt: Der Investor konnte sich nicht mit allen beteiligten Grundstückseigentümern über die weitere Nutzung des Geländes einigen. Und ohne vollständige Einigung kein zukünftiges Aufzugsunternehmen.
Aufzugsunternehmen wird aufgelöst
Wenn der Verkauf als Ganzes scheitert, muss der Konkursverwalter die Vermögenswerte separat verkaufen, so der Kreditschutzverband KSV1870. In der Praxis bedeutet das das Ende des Skigebiets in seiner jetzigen Form: Die Lifte, Gebäude und anderen Anlagen werden separat verkauft und möglicherweise sogar versteigert.
Schlechte Nachrichten für die Region
Damit verlieren nicht nur die Gläubiger Geld, sondern es ist auch ein harter Schlag für den Tourismus in Jungholz. Das Skigebiet hatte eine wichtige Funktion in der Region Reutte. Mit dem Verschwinden der Lifte läuft das Dorf Gefahr, auch außerhalb der Wintersportsaison viel von seiner Attraktivität zu verlieren. Die Situation unterstreicht, wie verletzlich kleine Skigebiete sind, vor allem wenn die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten – in diesem Fall den Grundbesitzern – scheitert. Für Jungholz scheint die Geschichte des Wintersports nun wirklich vorbei zu sein.
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