Die Spannungen zwischen den Beschäftigten der Skimarke Dynastar und der Unternehmensleitung haben in den letzten Wochen stark zugenommen. Am vergangenen Mittwoch, dem 18. Juni 2025, beschlossen die Beschäftigten des französischen Skiindustrie-Riesen, ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, indem sie die Geschäftsleitung in ihren Büros in der Fabrik in Sallanches, Frankreich, einschlossen. Dies geschah, nachdem vorherige Verhandlungen über Abfindungsregelungen für die Beschäftigten erfolglos geblieben waren.
Hintergrund des Konflikts
Dynastar, das in Sallanches, Frankreich, produziert, steht kurz vor der Schließung des Werks. Die Entscheidung wurde im Rahmen eines strategischen Wechsels innerhalb der Muttergesellschaft Rossignol getroffen, die ihre Produktion an andere Standorte verlegt hat. Die Beschäftigten, von denen viele seit Jahrzehnten für das Unternehmen arbeiten, fühlen sich von der Unternehmensleitung im Stich gelassen, die ihrer Meinung nach bei der geplanten Entlassung nicht genügend Rücksicht auf die Beschäftigten nimmt.
Schlechte Entlassungsregelung
Im März 2025 wurde klar, dass das Werk am 31. Juli 2025 geschlossen werden würde. Trotz der hohen Erwartungen der Beschäftigten an eine angemessene Abfindung wurde ihnen ein weit weniger großzügiges Angebot gemacht. Die Unternehmensleitung bot nur 200 Euro pro Arbeitsjahr an, während die Beschäftigten 1.000 Euro pro Jahr forderten, wie in früheren Verhandlungen im Jahr 2020 vereinbart worden war.
Aktion des Personals
Am Mittwoch, den 18. Juni, setzten die Beschäftigten ihren Protest fort, indem sie die Geschäftsführung, darunter Bertrand Bogaert (Vizepräsident von Rossignol) und Cécile Deixonne (Direktorin der Personalabteilung), in ihren Büros einschlossen. Der Grund für diesen Akt der Verzweiflung war, dass die Verhandlungen über Abfindungen und Versetzungen ins Stocken geraten waren. „Auf unsere Forderungen wird nicht eingegangen“, sagte Alain Clergeaud, ein Gewerkschaftsvertreter der CGT. „Sie bieten uns weniger an, als wir 2020 bekommen haben.“
Die Beschäftigten sind auch wütend über die Art und Weise, wie die Geschäftsleitung sie behandelt hat. Sie behaupten, dass Zeit damit verschwendet wurde, über Sitzungstermine zu verhandeln, anstatt tatsächlich über die Zukunft der Beschäftigten zu verhandeln.
Auswirkungen der Werksschließung
Die Schließung des Werks in Sallanches betrifft nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die lokale Wirtschaft. Der Verlust von mehr als 100 Arbeitsplätzen wird große Auswirkungen auf die Region haben. Das Werk in Sallanches war ein wichtiger Akteur in der französischen Skiindustrie und hatte immer eine große Bedeutung für die örtliche Gemeinde. Für die Beschäftigten ist die Situation besonders schmerzhaft, da sie sich von der Unternehmensleitung betrogen fühlen, die ihrer Meinung nach wenig Interesse an den Auswirkungen der Schließung auf die betroffenen Menschen zeigt. Das Werk schließt seine Pforten, nachdem die Produktion in Sallanches jahrelang rückläufig war und das Unternehmen eine von der französischen Regierung angebotene Subvention zur Modernisierung des Werks nicht in Anspruch genommen hat.
Und jetzt?
Die Beschäftigten fordern nun eine faire Entschädigung und wollen, dass ihre Arbeit anerkannt wird. Trotz der Spannungen zwischen den Beschäftigten und der Unternehmensleitung hoffen sie immer noch auf eine Lösung, die ihnen einen würdigen Abschied vom Unternehmen ermöglicht. Es ist jedoch noch ungewiss, ob die Geschäftsleitung den Forderungen zustimmen wird oder ob der Konflikt letztendlich zu einem langwierigen Gerichtsverfahren führen wird.
Die Gewerkschaften haben ihre Bereitschaft bekundet, den Kampf fortzusetzen, bis eine faire Lösung für die Beschäftigten von Dynastar gefunden ist. Es ist klar, dass diese Situation nicht nur die Zukunft des Werks in Sallanches betrifft, sondern auch die gesamte Branche und die Menschen, die in ihr arbeiten.






