Dritter abgesagter Freeride World Tour-Wettbewerb in Folge

Der geplante Wettbewerb der Freeride World Tour (FWT) in Fieberbrunn findet definitiv nicht statt. Die Organisation musste den Fieberbrunn Pro absagen, nachdem sich die Schneebedingungen am Wettbewerbshang als zu instabil für einen sicheren Ablauf erwiesen hatten. Es ist eine bittere Pille für die Tour, da dies bereits der dritte Wettbewerb in Folge ist, der in dieser Saison nicht nach dem ursprünglichen Plan stattfinden kann.

Im Überblick:

  • Der Fieberbrunn Pro der Freeride World Tour wurde abgesagt.
  • Instabiler Schnee und eine Lawine am Wettbewerbshang machten das Gelände unsicher.
  • Die Rangliste nach zwei Wettbewerben entscheidet nun darüber, wer in die Final-Events einzieht.

Lawine und instabile Schneeschicht

Der Wettbewerb sollte traditionell an der berüchtigten und steilen Nordwand des Wildseeloder stattfinden, der Freeride-Ikone oberhalb von Fieberbrunn. Laut Organisation verschlechterten sich die Bedingungen durch eine Kombination aus steigender Luftfeuchtigkeit und Neuschnee rasant. Dies führte zu einer gefährlichen, instabilen Schneeschicht und resultierte sogar in einer Lawine am Wettbewerbshang selbst. Trotz gründlicher Inspektionen durch das Sicherheitsteam und der Suche nach alternativen Standorten in Tirol erfüllte kein einziger Hang die strengen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen für einen offiziellen Pro-Wettbewerb.

Auswirkungen auf die Saison

Die Absage hat große Folgen für den weiteren Saisonverlauf, da Fieberbrunn die letzte Chance für den berüchtigten „Cut“ war. Nach diesem Messpunkt dürfen normalerweise nur die bestplatzierten Fahrer an den großen Final-Events teilnehmen. Die Organisation hat nun beschlossen, den Zwischenstand nach den ersten zwei erfolgreichen Wettbewerben als definitiven Bezugspunkt zu nutzen. Das bedeutet, dass das Teilnehmerfeld ab sofort ausgedünnt wird: Nur 13 Skifahrer (Männer), 6 Skifahrerinnen (Frauen), 5 Snowboarder (Männer) und 4 Snowboarderinnen (Frauen) dürfen sich für das Final-Showdown bereitmachen.

Freeride abhängig von der Natur

Diese Situation unterstreicht einmal mehr, wie anfällig und abhängig der Freeride-Sport von den Launen der Natur ist. Im Gegensatz zum Alpinski auf einer präparierten Piste kann das Gelände beim Freeriden nicht angepasst werden; der Berg entscheidet, ob gefahren wird. Obwohl der Hauptwettbewerb gestrichen wurde, bleibt das Event-Village in Fieberbrunn geöffnet, um den Sport zu feiern. Zudem steht der Junior-Wettbewerb für dieses Wochenende noch auf dem Plan, sofern die lokalen Bedingungen dies zulassen.

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