Gesperrte Pisten und Skirouten sollen bald auch bei Dunkelheit und schlechter Sicht nicht mehr zu übersehen sein. Das österreichische Unternehmen sitour hat ein neues Pisten-Absperrschild mit Beleuchtung, Blinklichtern und austauschbaren Gefahrensymbolen entwickelt. Skigebiete können die Schilder aus der Ferne bedienen und vorab einstellen, wann die Warnung aktiv sein soll.
Kurz zusammengefasst
- Sitour führt ein neues beleuchtetes Absperrschild für Pisten und Skirouten ein.
- Das zentrale Symbol „Gesperrt“ wird von hinten beleuchtet.
- An allen vier Ecken befinden sich Blinklichter.
- Skigebiete können verschiedene Gefahren und Sperrzeiten anzeigen.
- Mehrere Schilder können zentral und nach einem Zeitplan bedient werden.
- Für Standorte ohne Netzwerkverbindung ist die Bedienung per Fernbedienung möglich.
- Das Schild entspricht laut sitour den geltenden österreichischen Normen.
Gesperrte Pisten müssen sofort erkennbar sein
Ein normales Absperrschild kann bei Nebel, Schneefall oder Dunkelheit weniger gut sichtbar sein. Das ist vor allem außerhalb der Öffnungszeiten ein Problem, wenn auf einer Piste Arbeiten stattfinden oder andere Gefahren bestehen.
Das neue Schild von sitour soll daher viel deutlicher warnen. In der Mitte befindet sich ein beleuchtetes Symbol mit dem Wort „Gesperrt“. Vier Blinklichter an den Ecken sollen zudem sofort die Aufmerksamkeit erregen. Skiurlauber sollen so auf einen Blick sehen, dass sie die Piste oder Skiroute nicht betreten dürfen.
Verschiedene Gefahren können angezeigt werden
Skigebiete können das Absperrschild an die Situation auf der jeweiligen Piste anpassen. Neben der allgemeinen Warnung können verschiedene Gefahrensymbole angebracht werden. Auch kann ein spezifischer Zeitraum angezeigt werden, in dem die Piste gesperrt bleibt. Damit kann das Schild zum Beispiel verdeutlichen, dass eine Abfahrt nur abends und nachts nicht zugänglich ist. Welche Symbole genau verfügbar sind, wird in der Bekanntmachung nicht spezifiziert. Das System wurde jedenfalls für unterschiedlichste Gefahrensituationen innerhalb des organisierten Skigebiets entwickelt.
Vor allem für die Zeit außerhalb der Öffnungszeiten gedacht
Die neuen Warnschilder richten sich ausdrücklich auf den Zeitraum, in dem das Skigebiet nicht für Besucher geöffnet ist. Auch nach der letzten Liftfahrt können auf den Pisten noch zahlreiche Arbeiten stattfinden. Pistenbullys sind dann damit beschäftigt, die Abfahrten zu präparieren. An manchen Stellen werden dabei Winden und lange Stahlseile verwendet, die für Skifahrer im Dunkeln schwer sichtbar sein können. Auch können Schneekanonen laufen oder Arbeiten an Liften und anderen Anlagen stattfinden. Sitour nennt keine spezifischen Unfälle oder Situationen, die Anlass für die Entwicklung waren. Ziel ist es laut Unternehmen, Gefahrenzonen außerhalb der Öffnungszeiten deutlicher abzusperren.
Mehrere Schilder zentral bedienen
Skigebiete erhalten zwei Möglichkeiten, die Schilder zu bedienen. Über die CPS-Steuerung können mehrere Absperrschilder gleichzeitig verwaltet werden. Mitarbeiter können vorab individuelle Nutzungszeiten programmieren und Betriebsdaten speichern. Dadurch kann ein Schild automatisch eingeschaltet werden, wenn eine Piste planmäßig schließt. Das kann bei Abfahrten praktisch sein, die täglich zur gleichen Zeit gesperrt werden. Das Personal muss dann nicht jedes einzelne Schild manuell ein- und ausschalten.
Bedienung auch ohne Netzwerk möglich
Nicht jeder Standort in einem Skigebiet verfügt über eine Netzwerkverbindung. Daher kann ein einzelnes Schild auch mit einer Fernbedienung vor Ort bedient werden. Diese Lösung ist für abgelegene Pisten und Skirouten gedacht, bei denen eine zentrale digitale Verbindung nicht möglich oder praktisch ist. Skigebiete können dadurch pro Standort wählen, welche Form der Bedienung am besten zu ihren täglichen Arbeitsabläufen passt.
Beständig gegen Bedingungen in den Bergen
Das Schild ist für den langfristigen Einsatz im Hochgebirge konzipiert. Laut sitour sind die verwendeten Materialien beständig gegen UV-Strahlung und unterschiedlichste Wetterbedingungen. Das ist wichtig, da Sicherheitsschilder während der Wintersaison ständig Schnee, Eis, Wind, Sonnenlicht und großen Temperaturunterschieden ausgesetzt sind. Die Konstruktion entspricht laut Unternehmen den österreichischen Normen und den Anforderungen an die Sicherung von Skipisten. Sitour liefert bereits seit mehr als sechzig Jahren Informations-, Orientierungs- und Sicherheitsschilder an österreichische Bergbahnen.
Noch nicht klar, wo die Schilder hinkommen
Sitour hat noch nicht bekannt gegeben, welche Skigebiete das neue System als Erste nutzen werden. Auch ein Preis pro Schild und ein möglicher Einführungstermin fehlen. Das neue Schild zeigt jedoch, dass die Sicherung von Pisten immer sichtbarer und digitaler wird. Neben einem klaren Absperrsymbol können Skigebiete nun Beleuchtung, Blinklichter, Zeitpläne und zentrale Bedienung kombinieren.
Für Skiurlauber ändert sich die wichtigste Regel nicht: Wenn eine Piste als gesperrt gekennzeichnet ist, darfst du diese nicht betreten. Das neue System soll vor allem verhindern, dass diese Warnung bei schlechter Sicht oder in der Dunkelheit übersehen wird.






