Crowdfunding soll die Zukunft des Skigebiets Ankogel Mallnitz retten

Das Skigebiet Ankogel bei Mallnitz steht am Beginn eines neuen Kapitels. Nach der Übernahme durch kroatische Investoren Anfang des Jahres werden die Pläne für die Zukunft immer konkreter. Fast eine Million Euro wird in diesem Herbst in eine komplett neue Schneeanlage und zwanzig moderne Schneekanonen investiert. Das Besondere an dem Projekt: Ein Teil des Geldes soll über Crowdfunding aufgebracht werden.

Regionale Beteiligung im Mittelpunkt

Die Crowdfunding-Aktion geht auf eine Initiative der „Initiativgruppe Mallnitz“ zurück, einer lokalen Gruppe, die sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Tourismus im Tal einsetzt. Bewohner und Wintersportler können mit Geldbeträgen zu dem Projekt beitragen und erhalten im Gegenzug Gutscheinpakete der Ankogel Bergbahnen. „Die Investoren sind jetzt sicher nicht Leute, die uns mit Millionen zuschütten werden, sondern die sich auch einmal im alpinen Bereich touristisch entwickeln wollen. Das aber mit der Gemeinsamkeit der Region. Das heißt, wir sind eigentlich operativ völlig frei und können handeln, bekommen eine Unterstützung von den Investoren. Die wollen aber natürlich Signale setzen oder sehen, dass die Region dahinter ist, weil das geht nur gemeinsam.“, sagt Sprecher Heinz Auernig.

Neue Schneeanlage und Ausbau der Pisten

Die Arbeiten an der Talstation sind inzwischen in vollem Gange. Es werden Leitungen für die neue Schneeanlage verlegt, die die Schneesicherheit des Gebiets deutlich verbessern soll. „Es wird quasi eine neue Piste komplett mit der Beschneiung erschlossen. Dann wird das Kindergelände erweitert, es gibt eine Fun-Slope und wir investieren auch in Kanonen. Es werden 20 Schneeerzeuger angekauft, die sollten nächste Woche geliefert werden, weil die Temperaturen sollten ja bald einmal runtergehen und dann müssen wir schneibereit sein.“, erzählt Betriebsleiter Adolf Gugganig. „Wir sind ja bei den Wassermengen ein bisschen eingeschränkt und haben jetzt den nächsten Schritt geplant, dass wir am Berg einen Speicherteich bauen, was natürlich von der Energieeffizienz am Berg oben besser ist, weil ich quasi mit Eigendruck herunten schneien kann. Und das wäre der nächste Schritt für die nächsten Jahre. Wir werden sehen, wie schnell das zu realisieren ist.“, so Gugganig.

Zusammenarbeit mit kroatischen Investoren

Die neuen kroatischen Eigentümer des Skigebiets wollen Ankogel Schritt für Schritt modernisieren, überlassen die Ausführung aber größtenteils der lokalen Organisation. Ein wichtiges Signal dieser Zusammenarbeit ist auch der geplante Bau eines neuen Alpinresorts im Zentrum von Mallnitz. Dieses Wellnesshotel mit 360 Betten soll 2027 seine Türen öffnen und das touristische Angebot des Tals weiter stärken.

Blick auf die Zukunft: von Winter- zur Ganzjahresdestination

Die neue Schneeanlage ist nur der erste Schritt in einem breiteren Plan. Nächstes Jahr will man mit dem Bau eines Bikeparks beginnen, womit sich Ankogel weiter zu einer vollwertigen Vier-Jahreszeiten-Destination entwickelt. Mit der Kombination aus lokaler Beteiligung, Crowdfunding und nachhaltigen Investitionen soll die Zukunft des Skigebiets gesichert werden. „Die Leute hier glauben an ihren Berg“, sagt Auernig. „Mit der Unterstützung der Gemeinde und den neuen Investoren können wir ihn wieder zu einer starken Tourismusregion machen.“

Über Ankogel

Das Skigebiet Ankogel-Mallnitz liegt im Norden Kärntens, am Rande des Nationalparks Hohe Tauern, und ist bekannt für seine hohe Lage und beeindruckende Bergpanoramen. Die Lifte reichen bis auf 2636 Meter Höhe, wodurch es eines der schneesichersten Nicht-Gletscherskigebiete Österreichs ist. Mit über 17 Kilometern Pisten, zwei langen Talabfahrten und breiten Hängen ist Ankogel ideal für Familien und erfahrene Skifahrer, die Ruhe und Naturschönheit lieben. Dank des nahegelegenen Mölltaler Gletschers, der an dasselbe Skipassnetzwerk angeschlossen ist, können Wintersportler hier fast das ganze Jahr über Ski fahren.

Lies mehr über die Übernahme des Skigebiets Ankogel

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