Crowdfunding soll österreichisches Skigebiet retten

In Kärnten in Österreich sind diesen Winter wieder mehr als zwanzig Skigebiete geöffnet, aber gerade die kleineren Gebiete haben es schwer. Ankogel in Mallnitz ist so ein Ort, wo schon seit Jahren über eine Schließung gesprochen wird. Jetzt versuchen Bewohner und Stammgäste, dem Skigebiet mit einem auffälligen Plan unter die Arme zu greifen: Crowdfunding – also gemeinsames Investieren, damit die Lifte weiterlaufen.

Im Überblick:

  • Das Skigebiet Ankogel in Mallnitz will mit einer Crowdfunding-Aktion von Bewohnern und Gästen erhalten bleiben.
  • Ziel: 200.000,- € bis Ende Februar sammeln; in den ersten zwei Monaten kamen 152.000,- € zusammen.
  • Es liegt auch eine Direktinvestition von 1 Million € als „akute Maßnahme“ für Schneekanonen und Pisten bereit.
  • Längerfristig peilen die Initiatoren mehr als 7 Millionen € zusätzliche Investitionen an (bis ca. 7,5 Millionen € bis 2028) und einen Schritt zum Ganzjahrestourismus mit Bikepark und Trails.
  • Die Aktion setzt darauf, was Ankogel stark macht: Höhenlage und Zugverbindung (mit regelmäßigen Haltestellen) sowie der übersichtliche Charakter für Familien.

200.000,- € Ziel, 152.000,- € bereits erreicht

Die Aktion zielt auf 200.000,- € an ‚Schwarmfinanzierung‘ (Crowdfunding) bis Ende Februar ab. Laut ORF steht der Zähler nach den ersten zwei Monaten auf 152.000,- €. Es gibt auch schon Unterstützer, die kräftig beitragen: Ein Beispiel aus der Geschichte ist eine Spende von 2500,- €, die der Spender in Form von Skipass-/Skilift-Gutscheinen für die kommenden Jahre zurückerhält. „Ich fahre dort schon seit mehr als 50 Jahren Ski. Meine Kinder und Enkelkinder haben dort Skifahren gelernt. Und es ist absolut essentiell, dass dieses Skigebiet erhalten bleibt.“

Dieses Geld ist für Schneesicherheit und Pistenqualität

Der Einsatz ist deutlich: Die kommende Zeit steht im Zeichen der Schneesicherheit und der Aufwertung/Optimierung der Basis. Es wird erwähnt, dass noch in diesem Jahr 1 Million € als akute Maßnahme in Beschneiungsanlagen und Pisten investiert wird. Außerdem wurde die Schneeanlage im Dezember 2025 bereits teilweise erweitert und weitere Ausbaumaßnahmen folgen im Jahr 2026, um auch in schneearmen Wintern gute Bedingungen bieten zu können.

„Übersichtlich und sicher“: Warum Familien hier gerne hinkommen

Ankogel ist ein übersichtliches Skigebiet mit allen grundlegenden Einrichtungen. Das macht es attraktiv für Familien: Man hat viel Überblick auf der Piste und die Atmosphäre ist gemütlich. Gleichzeitig sollte gerade dieser kleine Charakter ein Grund sein, das Gebiet für die Region zu erhalten.

Große Zukunftspläne

Das Crowdfunding ist vor allem der erste Schritt. In den Plänen für die kommenden Jahre wird mit mehr als 7 Millionen € zusätzlich über Investoren, stille Teilhaber und die Bank gerechnet. Insgesamt geht es bis 2028 um ca. 7,5 Millionen € an Investitionen, um Ankogel zukunftsfähig zu machen. Neben Schneesicherheit und Infrastruktur liegt der Fokus auf einer Entwicklung zum Ganzjahrestourismus, mit einem Bikepark und Trails als nächste Säule.

Zugverbindung und Erreichbarkeit

Auch die Erreichbarkeit wird als wichtiger Vorteil genannt. Ankogel hat eine Zugverbindung mit regelmäßigen Haltestellen, was das Skigebiet interessanter für Tagesbesucher und Kurztrips macht. In Kombination mit der Höhenlage sieht die Organisation hierin eine Basis, um sich von anderen kleineren Gebieten, die es schwer haben, abzuheben.

Crowdfunding-Pakete

Wenn du am Crowdfunding teilnimmst, gibst du nicht nur Geld aus, um das Skigebiet zu erhalten und zu verbessern, sondern du verdienst auch Gutscheine für Produkte. Diese kannst du beispielsweise für Skipässe, Liftpässe im Sommer und andere Produkte einsetzen, die an den Kassen im Skigebiet zu kaufen sind. In dem untenstehenden Instagram-Post werden die Pakete erklärt:

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