Millionenspritze für das Skigebiet Ankogel bei Mallnitz steht: So geht’s weiter

Das Skigebiet Ankogel in der Nähe von Mallnitz in Kärnten bekommt eine neue Perspektive für die Zukunft. Die Pläne, die auf dem Tisch lagen, sind nun konkret und endgültig. Die Unterzeichnung der Übernahmeverträge durch eine kroatische Investorengruppe sichert nicht nur die winterliche Zukunft des Ankogelgebiets, sondern schafft auch die Voraussetzungen für eine umfassende Umgestaltung zu einer ganzjährigen touristischen Sportregion bei Mallnitz.

Investition von über sieben Millionen Euro

Die Investoren aus der Tourismusbranche in Kroatien wollen in den kommenden Jahren über sieben Millionen Euro investieren. Ziel ist es, Mallnitz wieder zu einem attraktiven Ski- und Outdoor-Ziel zu machen. Der Fokus liegt dabei sowohl auf Sommer- als auch auf Winteraktivitäten.

Die Ankogelbahn kann noch eine Weile dauern

Das Herzstück des Skigebiets ist nach wie vor die Ankogelbahn, die laut einem kürzlich erstellten technischen Bericht noch mindestens acht Jahre lang in Betrieb sein kann, bevor eine größere Überholung notwendig wird. Die Konzession läuft bis 2043, was nach Ansicht der Projektträger genug Spielraum für eine nachhaltige Modernisierung des Gebietes lässt.

Bikepark, Beschneiungsanlage und Familienschwerpunkt

Eine der ersten Neuerungen wird ein Bikepark an der Talstation sein, der für Familien gedacht ist. Von der Mittelstation aus werden auch neue Mountainbike-Routen entwickelt. Außerdem ist der Bau von Wasserspeichern und einer modernen Beschneiungsanlage im Gespräch, die auch in schneelosen Wintern für offene Pisten sorgen wird.

Neues Hotelprojekt

Die kroatischen Investoren, die bereits vier Hotels und 20 Ferienhäuser in Kroatien besitzen, wollen ihr Portfolio über die eigenen Grenzen hinaus erweitern. Die hochalpine Lage von Mallnitz war für sie entscheidend. Eine Bedingung für ihr Engagement ist jedoch die Revitalisierung des Ortskerns. Dazu gehört auch der Bau eines neuen Prestigehotels neben dem Dorfschwimmbad, das ganz oben auf der Liste steht. „Was für uns ganz wichtig war, sind die Grundbesitzer. Und die Grundbesitzer stehen auch hinter dieser Initiative und ich glaube, das ist auch wichtig so, weil wir im Tourismus ohne den Ankogel nicht leben können.“, sagt Bürgermeister Günther Novak.

Zurück zu den Wurzeln

Die Pläne haben eine breite Unterstützung in der lokalen Gemeinschaft. Heinz Auernig, Sprecher der Initiativgruppe Mallnitz, betont, dass der Erfolg von der Beteiligung der Bevölkerung abhängt: „Es wird auch sehr viel davon abhängen, dass jetzt aus dieser Initiativgruppe eine breite Gruppe wird, die aktiv mitwirkt, die ihre Beiträge leistet und die auch letztendlich in die Taschen greifen wird müssen.“ Tourismusunternehmer Toni Glantschnig verweist auf die reiche Geschichte der Region: „Es ist ein neues Projekt neben dem Hallenbad geplant, an dem wir auch schon seit einigen Jahren arbeiten und das in den nächsten zwei Jahren auch zur Umsetzung kommen sollte.“

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