Bau der neuen Kapellenbahn in Zell am See auf der Schmittenhöhe gestartet

Auf der Schmittenhöhe bei Zell am See hat Anfang Mai offiziell der Bau einer neuen Sesselbahn begonnen. Die bestehende Kapellenbahn aus dem Jahr 2001 macht Platz für eine moderne, kuppelbare 8er-Sesselbahn von Doppelmayr. Die Baugenehmigung wurde endgültig erteilt und die Arbeiten haben bereits begonnen. Die neue Bahn soll im kommenden Winter in Betrieb genommen werden.

Im Überblick:

  • Schmittenhöhe ersetzt die Kapellenbahn aus dem Jahr 2001.
  • Neue 8er-Sesselbahn von Doppelmayr.
  • Kapazität steigt von 2394 auf 3400 Personen pro Stunde.
  • Fahrzeit sinkt auf etwa 3 Minuten.
  • Alte Bahn erhält ein zweites Leben in Rumänien.

Mehr Kapazität und viel mehr Komfort

Die aktuelle 4er-Sesselbahn entspricht laut dem Skigebiet nicht mehr den heutigen Anforderungen. Deshalb kommt nun eine moderne, kuppelbare 8er-Sesselbahn mit Sitzheizung, Wetterschutzhauben und automatischen Schließbügeln. Zudem erhält die Bahn ein Förderband beim Einstieg, was besonders für Kinder und Skiurlaub-Anfänger angenehmer sein soll.

Da sich die Sessel in den Stationen langsamer bewegen, wird das Ein- und Aussteigen entspannter und sicherer. Gleichzeitig fährt die Bahn auf der Strecke deutlich schneller. Die Fahrt nach oben dauert bald nur noch etwa drei Minuten. Die Kapazität wird zudem deutlich erhöht: von 2394 Personen pro Stunde auf maximal 3400 Wintersportler pro Stunde.

Talstation rückt Richtung Piesendorf

Auch an der Strecke ändert sich etwas. Die Talstation wird etwa 150 Meter in Richtung Piesendorf verlegt. Laut den Bergbahnen verbessert dies nicht nur die Erreichbarkeit der Pinzgauer Hütte, sondern auch den Anschluss an die Pisten in diesem Teil des Skigebiets. Die Pistenführung wird gleichzeitig angepasst und attraktiver gestaltet. Bei der neuen Bergstation entstehen zudem zusätzliche Sanitäranlagen und ein moderner Stützpunkt für den Pistendienst.

Intelligentes Sicherheitssystem mit Kameras und Sensoren

Technisch erhält die neue Kapellenbahn ebenfalls ein ordentliches Upgrade. Genau wie bei der bereits erneuerten Breiteckbahn kommt das AURO-System von Doppelmayr zum Einsatz. Dabei überwachen Kameras und Sensoren kontinuierlich die Ausstiegsbereiche. Bei Bedarf kann das System automatisch eingreifen.

Alte Bahn verschwindet nicht endgültig

Auffälliges Detail: Die alte Kapellenbahn wird nicht verschrottet. Die Anlage wird sorgfältig abgebaut und erhält ein zweites Leben in Rumänien. Laut dem Skigebiet passt das in ihre Strategie, Lifte, Pistenbullys und andere Infrastruktur so weit wie möglich wiederzuverwenden.

Großer Fokus auf Natur und Nachhaltigkeit

Zum Projekt gehören auch umfangreiche Naturschutzmaßnahmen. So bleiben alte Waldbestände erhalten und es werden spezielle Schutzmaßnahmen für Birkhühner und Amphibien getroffen. Es wird unter anderem ein drei Kilometer langer Amphibienschutzzaun mit Auffangbecken errichtet, damit Tiere sicher umgesiedelt werden können, bevor die Arbeiten beginnen.

Fakten und Zahlen zur neuen Kapellenbahn

  • Typ: kuppelbare 8er-Sesselbahn
  • Hersteller: Doppelmayr
  • Talstation: 1728 Meter
  • Bergstation: 1964 Meter
  • Anzahl der Stützen: 10
  • Geschwindigkeit: 5,5 m/s
  • Fahrzeit: ca. 3 Minuten
  • Kapazität: 3400 Personen pro Stunde
  • Anzahl der Sessel: maximal 42
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