Adelboden investiert Millionen in neue Seilbahn: Direttissima ersetzt Sillerenbahn

Das Skigebiet Adelboden-Lenk macht mit dem Bau der Direttissima (Oey-Sillerenbühl) einen riesigen Schritt nach vorne. Diese brandneue 10-Personen-Gondelbahn ist nicht einfach nur ein Lift; sie ist eine Direktverbindung, die Komfort und Geschwindigkeit auf ein modernes Top-Niveau hebt. Während du früher noch gut 25 Minuten unterwegs warst, stehst du bald in weniger als 11 Minuten auf dem Gipfel.

Im Überblick:

  • Eine hypermoderne 10-Personen-D-Line-Gondelbahn als Ersatz für die alte 6-Personen-Bahn.
  • Deine Reisezeit verkürzt sich deutlich von 25 Minuten auf weniger als 11 Minuten.
  • Die alte Bahn zwischen Oey und Bergläger wird komplett abgerissen.
  • Die Bahn zwischen Bergläger und Sillerenbühl (Sektion 2) bleibt hingegen bestehen.
  • Bessere Anbindung an den ÖV an der Talstation und viel mehr Komfort (leiser, geräumiger, schneller).

Schneller auf die Bretter: Die Vorteile der Direttissima

Die neue Bahn nutzt die innovative D-Line-Technologie. Neben der beeindruckenden Leistung und Geschwindigkeit glänzt diese Liftgeneration durch Fahrkomfort. Kein Klappern der Kabinen mehr, sondern eine sanfte, stille Fahrt zum Sillerenbühl in geräumigen Kabinen für 10 Personen. Die Vorteile auf einen Blick:

  • Massiver Zeitgewinn: von 25 Minuten auf unter 11 Minuten.
  • Direktverbindung: kein Umsteigen oder Wartezeiten mehr an der Mittelstation.
  • ÖV-freundlich: Die Talstation in Oey wird direkt an den öffentlichen Verkehr angeschlossen, sodass das Auto der Besucher öfter in der Garage bleiben kann.

Was ändert sich an den alten Liften?

Die Einführung der Direttissima bedeutet eine umfassende Umstrukturierung des Liftnetzes in Adelboden. Die neue 10-Personen-Gondel ersetzt nämlich die Fahrten der zwei aktuellen 6-Personen-Gondelbahnen.

Der neue Liftplan:

  1. Sektion 1 (Oey-Bergläger): Die alte 6-Personen-Gondel wird komplett rückgebaut. Die Direttissima übernimmt diese Strecke vollständig.
  2. Sektion 2 (Bergläger-Sillerenbühl): Diese bestehende 6-Personen-Verbindung bleibt erhalten. So bleibt die Mittelstation für Wintersportler gesichert, die dort ihre Tour beginnen oder beenden möchten.

Status des 35,5-Millionen-Projekts

Ein Projekt dieser Größenordnung in den Alpen ist komplex. Die Bergbahnen Adelboden AG (BAAG) arbeitet derzeit intensiv an der Finanzierung. Obwohl bereits viel Geld zugesagt wurde, ist die „letzte Million“ oft die schwierigste. Um die benötigten Bankkredite und zinslosen Darlehen der Schweizer Regierung (Bund und Kanton) zu sichern, ist ein Eigenkapital von mindestens 7 Millionen Franken erforderlich. Direktor Nicolas Vauclair erwartet, Mitte Mai die erste große Phase der Kapitalerhöhung abzuschließen. Inzwischen sind 3 Millionen Franken über Aktien und Darlehen eingegangen. Die Gemeinde Adelboden stimmt Ende April über eine zusätzliche Finanzspritze von 1 Million Franken ab.

Warum diese Investition für Adelboden essenziell ist

Neben dem Komfort für die Wintersportler hat die neue Direttissima-Bahn eine enorme wirtschaftliche Auswirkung auf die Region:

  • Touristisch attraktiv: Adelboden stärkt damit seine Position als Top-Destination für einen Skiurlaub in der Schweiz.
  • Arbeitsplätze: Das Projekt sichert direkt 350 Arbeitsplätze in der Region.
  • Immobilienwert: Eine moderne Infrastruktur trägt zur Wertbeständigkeit von Ferienhäusern und Hotels im Tal bei.

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