Uitzicht op Selva Gardena

97 Millionen Euro für neue Umfahrungsstraße: Entlastung für ein beliebte Ski-Dorf in Gröden

Nach über 30 Jahren Planung bekommt Wolkenstein (Sëlva) in Gröden (Val Gardena) eine neue Umfahrungsstraße. Die Südtiroler Gemeinde hat grünes Licht für ein Großprojekt von fast 100 Millionen Euro erhalten, das den dichten Verkehr durch das Ortszentrum deutlich reduzieren soll. Die neue Verbindung soll rechtzeitig vor der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2031 fertiggestellt werden, doch nicht alle sind von den Plänen begeistert.

In het kort:

  • Investition: Die Umfahrungsstraße kostet ca. 97 Millionen Euro.
  • Bauweise: Das Projekt umfasst zwei Tunnel und drei Brücken.
  • Ziel: Reduzierung des starken Verkehrsaufkommens in Gröden.
  • Zeitplan: Baubeginn ist für 2028 geplant, die Eröffnung soll im Oktober 2030 erfolgen.
  • Kritik: Gegner befürchten zusätzlichen Verkehr und zweifeln an der Klimabilanz.

Zwei Tunnel und drei Brücken

Die neue Umgehung um Wolkenstein wird aus zwei Tunneln und drei Brücken bestehen. Der erste Tunnel, „La Selva“, wird rund 600 Meter lang sein, während der zweite Tunnel, „Ciampinoi“, eine Länge von circa 800 Metern haben wird. Dazwischen entstehen drei Brücken. Die Gesamtkosten von 97 Millionen Euro setzen sich aus 66,6 Millionen Euro für den Bau und 30,4 Millionen Euro für Verwaltung und Nebenkosten zusammen.

Sëlva will den Verkehrsknotenpunkt entschärfen

Für Wintersportler ist Wolkenstein ein wichtiges Tor zur Skiregion Dolomiti Superski und zur Sellaronda. Besonders an An- und Abreisetagen kommt es regelmäßig zu Staus, da die Durchgangsstraße seit Jahren als eines der größten Verkehrshindernisse in Gröden gilt. Bürgermeister Tobias Nocker sieht die Umfahrung daher als einen wichtigen Schritt für die Lebensqualität im Dorf und eine bessere Verkehrsführung in Richtung der Pässe und Skigebiete.

Kritik: „Das Problem wird nur verlagert“

Es gibt jedoch auch Gegenstimmen. Kritiker, darunter die Grünen in Südtirol, warnen davor, dass die Straße mehr Verkehr in die Dolomiten ziehen könnte und das Problem lediglich auf andere Orte wie St. Ulrich (Ortisei) verschiebt. Zudem hinterfragen sie, ob ein solches Straßenbauprojekt mit den Klimazielen Südtirols vereinbar ist.

Baubeginn ab 2028 möglich

Die kommenden zwei Jahre werden für die technische Vorbereitung und die weitere Ausarbeitung des Projekts genutzt. Wenn alles nach Plan verläuft, kann der Bau Anfang 2028 beginnen. Die Eröffnung ist vorläufig für Oktober 2030 geplant – rechtzeitig zur Alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2031 in den Dolomiten.

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