World Cup Skifahren im August: Internationale Elite fährt auf Gras

Das südburgenländische Rettenbach ist am 22. und 23. August 2026 erneut Gastgeber eines FIS Grasski-Weltcups. Die internationale Elite kämpft dort im Super-G und im Riesenslalom um Weltcup-Punkte. Es ist ein besonderer Anblick: Skifahren ohne Schnee, auf speziellen Raupenskiern über die Grasbahn.

Kurz zusammengefasst

  • Der FIS Grasski-Weltcup in Rettenbach findet am 22. und 23. August 2026 statt.
  • Es werden zwei Disziplinen ausgetragen: Super-G am Samstag und Riesenslalom am Sonntag.
  • Rettenbach liegt im Südburgenland, in der Gemeinde Bernstein (Bezirk Oberwart) in Österreich.
  • Neben den Wettkämpfen gibt es ein Rahmenprogramm mit Weinverkostung, Catering und einer Hüpfburg für Kinder.

Grasski kurz erklärt

Grasski ist eine Sommervariante des alpinen Skisports: Anstatt auf Schnee fahren die Athleten über eine Grasbahn, und zwar mit kurzen Skiern, die auf kleinen Raupenketten montiert sind. Die Disziplinen ähneln denen des winterlichen Vorbilds, unter anderem mit Super-G und Riesenslalom.

Rettenbach, ein Dorf in der Gemeinde Bernstein im Bezirk Oberwart, gilt laut Organisation als einer der wichtigsten Standorte in diesem Sport. Lokal wird der Ort auch gerne als das „Kitzbühel des Grasskifahrens“ bezeichnet. Die Trainings- und Wettkampfstätte gehört zu den bekanntesten in Europa und war bereits Schauplatz von Weltcups, Junioren-WMs und der Grasski-WM.

Zwei Wettkampftage

Am Samstag, den 22. August, steht der Super-G auf dem Programm, gefolgt von der Siegerehrung. Sonntag, der 23. August, beginnt mit dem Riesenslalom, bevor das Event mit der Flower Ceremony und der abschließenden Siegerehrung endet. An beiden Tagen gibt es ein Rahmenprogramm mit Weinverkostung, Snacks und einer Hüpfburg für Kinder. Der Erlös kommt der Instandhaltung der Anlage und der Nachwuchsförderung zugute.

Österreichische Namen, auf die man achten sollte

Die Hoffnung der österreichischen Grasski-Familie ruht auch auf den eigenen Athletinnen. Die erst 15-jährige Madeleine Schützenhofer aus Grafenschachen fährt seit dieser Saison bei den FIS-Junioren mit und gibt in Rettenbach ihr Weltcup-Debüt. Auch die lokalen Favoritinnen Emma Eberhardt aus Rettenbach und Tina Hetfleisch aus Oberdorf wollen vor heimischem Publikum um die Spitzenplätze mitkämpfen.

Was Rettenbach letzte Saison gezeigt hat

Bei einer früheren Weltcup-Eröffnung in Rettenbach dominierte das tschechische Lager: Eliska Rejchtrova gewann bei den Damen beide Rennen, und sechs der zwölf Podiumsplätze gingen an tschechische Fahrer. Für die burgenländischen Athletinnen verlief das Wochenende wechselhaft. Im Super-G wurde Tina Hetfleisch Achte und Emma Eberhardt Zwölfte; im Riesenslalom schob sich Hetfleisch mit der zweitschnellsten Zeit im zweiten Durchgang auf den vierten Platz vor, knapp am Podium vorbei. Eberhardt belegte den achten Platz.

„Vom Super-G hatte ich mir definitiv mehr erwartet. Im Riesenslalom passte der zweite Lauf, im ersten Lauf war die Nervosität beim Heimrennen einfach zu groß“, so Hetfleisch damals. Eberhardt nannte ihren Auftritt „in Ordnung, aber es hätte besser sein können“.

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