Du hast dich entschieden und kaufst einen Rückenprotektor für deine nächste Wintersportreise. Eine kluge Wahl, aber mit dem Kauf allein ist es noch nicht getan. Die Sicherheit eines Protektors hängt nämlich von der Passform ab. Ein Modell, das zu groß, zu klein oder verrutscht ist, kann bei einem Sturz sogar für zusätzliche Beschwerden statt für Schutz sorgen. Aber worauf musst du genau achten, wenn du im Laden vor dem Spiegel stehst?
Die richtige Länge: vom Steißbein bis zum Nacken
Der wichtigste Indikator für einen guten Rückenprotektor ist die Länge. Ein häufiger Fehler ist die Wahl eines zu langen Modells. Der Protektor sollte dein Steißbein unten bedecken, darf aber auf keinen Fall so tief sitzen, dass er deine Bewegungsfreiheit einschränkt oder beim Hinsetzen gegen den Liftsitz drückt. Oben sollte der Protektor direkt unter dem untersten Halswirbel enden. Wenn die Platte zu hoch sitzt, riskierst du, dass sie bei einem Sturz gegen die Rückseite deines Helms schlägt, was gefährliche Situationen für deinen Nacken verursachen kann.

Passform und Stabilität
Ein Rückenprotektor sollte sich wie eine zweite Haut anfühlen. Das bedeutet, dass so wenig Platz wie möglich zwischen deinem Rücken und dem Protektor sein darf. Wenn du in einer aktiven Skihaltung stehst – also leicht vorgebeugt mit leicht angewinkelten Knien – muss der Protektor der natürlichen Krümmung deines Rückens folgen. Wenn eine große Lücke zwischen deinem Rücken und der Platte entsteht, kann der Protektor den Aufprall nicht gut über die gesamte Oberfläche verteilen. Achte bei Westen auch darauf, dass die Schultergurte nicht einschneiden, aber straff genug sitzen, um die Platte an Ort und Stelle zu halten.
Die Rolle des Nierengurts
So gut wie jeder Rückenprotektor ist mit einem breiten Nierengurt ausgestattet. Dieser hat eine doppelte Funktion: Er stützt deinen unteren Rücken und sorgt dafür, dass der Protektor beim Skifahren nicht hochrutscht. Der Gurt sollte fest um deine Taille sitzen, genau an der Stelle, wo dein Rücken am schmalsten ist. Zieh den Gurt straff genug an, damit der Protektor fixiert ist, aber achte darauf, dass du noch bequem und tief atmen kannst. Wenn der Gurt sich beim Bewegen ständig in Richtung deines Brustkorbs verschiebt, ist das Modell wahrscheinlich zu groß oder nicht für deine Körperform geeignet.
Testen mit deiner eigenen Kleidung
Ein goldener Tipp beim Anprobieren ist, zu berücksichtigen, was du darunter trägst. Einen Rückenprotektor trägst du direkt über deinem Thermoshirt oder einer dünnen Zwischenschicht, aber niemals über einem dicken Fleece oder deiner Skijacke. Nimm deshalb beim Anprobieren dein Lieblings-Thermoshirt mit in den Laden. Vergiss auch nicht, dich kurz auf eine Bank oder einen Stuhl zu setzen. Wenn der Protektor dann in Richtung deiner Ohren hochgedrückt wird, ist das ein Zeichen dafür, dass du eine kürzere Größe benötigst. Erst wenn du dich ungehindert bewegen kannst und der Protektor fest an seinem Platz bleibt, hast du die richtige Passform gefunden.







