Wetterexperte: Die Wahrscheinlichkeit für eine Rückkehr des Winters nach Weihnachten steigt zunehmend

Laut den neuesten Vorhersagen der Plattform Wetternet aus Deutschland ändert sich bis Weihnachten wenig: hartnäckiges Hochdruckwetter, viel Nebel und kein Niederschlag. Aber danach ist auf den Wetterkarten durchaus Spannung zu erkennen. Wenn das Hochdruckgebiet abzieht, kann aus Osten kältere Luft einströmen. Für alle, die um Weihnachten herum oder kurz danach mit dem Auto in die Berge fahren: Dies ist genau die Phase, in der sich noch viel ändern kann.

Im Überblick

  • Bis Weihnachten: ruhig, oft grau, auffallend mild, wenn die Sonne durchbricht; wenig bis kein Neuschnee.
  • Um den 24.–26. Dezember: allmähliche Abkühlung, aber meist trocken → es wird kälter.
  • Ab dem 27. Dezember: Chance auf (viel) kälteren Ostwind, aber die Schneewahrscheinlichkeit ist noch unsicher.

Im Moment: „festgefahrenes“ Hochdruckgebiet

Das Wetterbild der letzten Zeit ist wenig dynamisch: Ein stabiles Hochdruckgebiet hält Störungen fern. Das bedeutet:

  • wenig Niederschlag (also auch wenig Neuschnee),
  • viel Nebel in den Tälern,
  • milde Ausreißer, wo die Sonne scheint (im Westen lokal sogar bis etwa 14 °C möglich).

Auch die Messwerte unterstreichen, wie mild es für Mitte Dezember ist: Selbst in großer Höhe blieb es relativ mild.

Wohin zieht das Hochdruckgebiet?

Laut Dominik Jung von Wetternet liegt der Schlüssel in der Position des Hochdruckgebiets nach Weihnachten. Wenn das Hoch westwärts zieht, kann eiskalte Kontinentalluft aus Osten einströmen. In der winterlichsten Berechnung sinken die Temperaturen nachts (besonders in Richtung Alpen) auf -10 bis -15 °C, mit Ausreißern noch tiefer. Aber: Die Modelle sind sich nicht einig. Das amerikanische GFS zeigt manchmal eine extrem kalte Variante, während das europäische Modell ein viel gemäßigteres Szenario entwerfen kann.

Erwartung in Phasen (basierend auf der Vorhersage vom 16. Dezember)

  • 16.–22. Dezember: mild (bei Sonne) / kühl (bei Nebel), meist trocken. Was merkst du als Wintersportler? Täler: grau und feucht; Pisten: hauptsächlich Kunstschnee.
  • 23.–26. Dezember: langsam kälter, oft noch trocken. Was merkst du als Wintersportler? Bessere Chancen für Schneekanonen, wenn es nachts abkühlt.
  • Ab dem 27. Dezember: möglicherweise deutliche Abkühlung aus Osten, unsicher: von wenig bis zu einer echten Schneewahrscheinlichkeit. Was merkst du als Wintersportler? Chance auf winterlichen Niederschlag und Neuschnee.

Szenarien für nach Weihnachten

Szenario A – kalt, aber trocken:
Winterliche Temperaturen, aber ohne Störungen fällt wenig Schnee. Folge: härtere Pisten mit hauptsächlich Kunstschnee und in den Tälern die Gefahr von Glätte durch strengen Nachtfrost. Außerdem werden die Täler neben den Pisten grün sein. Wintersport ist noch gut möglich, was an der großen Schneemenge liegt, die im November gefallen ist. Neugierig auf die Bedingungen im Moment? Die Kollegen Mike und Miranda sind derzeit in Österreich und testen die Pisten in verschiedenen Skigebieten.

Szenario B – kalt + gerade genug Niederschlag:
Wenn es um/nach Weihnachten doch eine Störung gibt, kann es bei diesen Temperaturen schneien, und es wird zum Jahreswechsel hin interessanter (sogar bis in tiefere Lagen in den Berechnungen). Das ist aber noch alles andere als sicher.

Worauf wir jetzt achten (Knackpunkt): die genaue Westverschiebung des Hochdruckgebiets. Kleine Unterschiede = große Auswirkungen auf Kälte und Schnee.

Wetternet-Video!

Diese Infos haben wir aus den neuesten Videos von Wetterexperte Dominik Jung von Wetternet. Er erklärt in seinen Videos die verschiedenen Modelle und Szenarien anschaulich. Dies ist sein neuestes Video von heute Morgen:

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