Während die Diskussionen über den Klimawandel und die Schneesicherheit immer lauter werden, setzt die weltweite Skibranche ein deutliches Ausrufezeichen. Laut dem neuesten International Report on Snow & Mountain Tourism (2026) war die Wintersaison 2024/2025 die erfolgreichste, die jemals gemessen wurde. Dieser Bericht wird seit 2009 jährlich von Experten Laurent Vanat erstellt und auf internationalen Fachmessen präsentiert.
In Überblick:
- 399 Millionen Skitage weltweit: Ein neuer historischer Rekord.
- Besucherplus trotz weniger Naturschnee: Dank technischer Lösungen.
- Wachstum in Europa und Nordamerika: Stabile Zahlen in den Kernmärkten.
- Effizienz: Schneekanonen und Pistenmanagement machen den Unterschied.
Rekordzahl an Wintersportlern weltweit
Insgesamt wurden im vergangenen Winter 399 Millionen Skitage registriert. Damit wurde der bisherige Rekord aus der Saison 2018/2019 (392 Millionen) offiziell geknackt. Dies ist besonders bemerkenswert, da der alte Rekord aus der Zeit vor der Corona-Pandemie stammte. Die Zahlen belegen, dass sich der Sektor nicht nur vollständig erholt hat, sondern in vielen Ländern sogar stärker ist als je zuvor.
Weniger Naturschnee, mehr Besucher
Einer der auffälligsten Trends: Die Zahl der Wintersportler wird immer unabhängiger von natürlichem Schneefall. In weiten Teilen der Alpen fiel im vergangenen Winter weniger Schnee als im Durchschnitt, besonders im Januar und in mittleren Höhenlagen. Dennoch blieben die Besucherzahlen stabil oder stiegen sogar an. Hauptgründe dafür sind der massive Einsatz von Beschneiungsanlagen, eine bessere Pistenpräparierung und ein effizienteres Management. Die Skigebiete schaffen es immer besser, auch unter schwierigen Bedingungen erstklassige Pisten anzubieten.
Europa mit starker Bilanz
Besonders in Europa sind die Ergebnisse positiv. Die Schweiz erlebte den besten Winter seit über fünfzehn Jahren. Italien verzeichnete das dritte Wachstumsjahr in Folge, und auch Länder wie Frankreich, Österreich, Spanien und Andorra sahen steigende Gästezahlen. Nordeuropa bildet eine Ausnahme: Dort sind die Skigebiete nach wie vor stärker von Naturschnee abhängig, was zu größeren Schwankungen führt.
Wachstum auch abseits der Alpen
Auch außerhalb Europas ist die Branche im Aufwind. Die USA bestätigen ihren Wachstumskurs der letzten Jahre, während China erneut die Liste der Länder anführt, die besser abschneiden als vor der Pandemie. Japan und Deutschland blieben hingegen etwas hinter den Erwartungen zurück. Weltweit gibt es derzeit etwa 2.000 Skigebiete in 68 Ländern. Auffallend ist, dass auch kleinere und aufstrebende Ziele – etwa in Osteuropa und Asien – zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Fazit: Wintersport bleibt Kult
Die Schlussfolgerung des Berichts ist eindeutig: Trotz der klimatischen Herausforderungen bleibt der Wintersport weltweit extrem beliebt. Die Branche passt sich schnell an – durch technologische Lösungen und kluge Investitionen.






