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VIDEO: Skigeschichte am Mount Everest, Alpinist auf Ski ohne zusätzlichen Sauerstoff

Der polnische Alpinist und Skifahrer Bartek Ziemski hat im Himalaya erneut eine außergewöhnliche Leistung erbracht. Er erreichte den Gipfel des Mount Everest und fuhr anschließend auf Skiern ab – ohne zusätzlichen Sauerstoff und ohne persönliche Sherpa-Unterstützung. Damit schreibt er erneut Geschichte im extremen Skialpinismus.

Im Überblick:

  • Bartek Ziemski stand gegen 09:20 Uhr Ortszeit auf dem Gipfel des Mount Everest.
  • Er fuhr auf Skiern ohne zusätzlichen Sauerstoff ab.
  • Der Pole fuhr Anfang dieses Monats auch schon vom Lhotse mit Skiern ab.

Vom Dach der Welt auf Skiern nach unten

Der Mount Everest ist mit 8.849 Metern der höchste Berg der Welt. Die meisten Bergsteiger nutzen in dieser Höhe zusätzlichen Sauerstoff, doch Ziemski verzichtete darauf. Berichten zufolge brach er früh vom Basislager auf und erreichte gegen 09:20 Uhr nepalesischer Zeit den Gipfel. Dort klickte er für die Abfahrt in seine Bindung. Eine Skiabfahrt vom Everest ist extrem selten. Nicht nur wegen der Höhe und des Sauerstoffmangels, sondern auch wegen des Geländes: Steile Passagen, Spaltenzonen, wechselhafter Schnee und der berüchtigte Khumbu-Eisfall machen die Abfahrt lebensgefährlich.

Kurz nach der historischen Abfahrt vom Lhotse

Was die Leistung besonders macht: Nur wenige Tage zuvor fuhr Ziemski bereits mit Skiern vom Lhotse ab, dem vierthöchsten Berg der Welt. Dieser Gipfel liegt auf 8.516 Metern Höhe, direkt neben dem Everest. Laut seinem Team bewältigte er auch diesen Aufstieg und die Abfahrt ohne zusätzlichen Sauerstoff und ohne persönliche Sherpa-Unterstützung. Damit zeigt Ziemski erneut, wie hoch das Niveau im modernen Skialpinismus liegt.

Skifahren auf 8.000 Metern bleibt extrem

Eine Abfahrt von einem Achttausender ist kaum mit Freeriden oder Skitourengehen in den Alpen zu vergleichen. In dieser Höhe ist jede Bewegung schwerer, die Erholung langsamer und ein Fehler fast unmittelbar lebensgefährlich. Zudem sind die Bedingungen am Everest im späten Frühjahr oft komplex, mit viel Betrieb am Berg, schwankender Schneequalität und großen Höhenunterschieden. Dass Ziemski kurz nach dem Lhotse auch den Everest mit Skiern befuhr, macht sein Frühjahr im Himalaya außergewöhnlich. Laut internationalen Bergsportmedien hat er mittlerweile mehrere Achttausender auf Skiern bezwungen.

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