Auf Sizilien spielt sich derzeit ein bemerkenswertes Winterspektakel ab. An den Flanken des Ätna, dem höchsten aktiven Vulkan Europas, liegen immer noch enorme Schneemengen. An manchen Stellen fahren Fahrzeuge durch Gänge aus Schneemauern, die bis zu sechs Meter hoch reichen – ein Bild, das man eher in Japan erwarten würde als mitten im Mittelmeer.
Im Überblick:
- Bis zu 6 Meter hohe Schneemauern am Ätna.
- Außergewöhnlich schneereicher Winter in Südeuropa.
- Skibedingungen in dieser Saison auffallend gut.
- Großer Kontrast zwischen Frühling im Tal und Winter in der Höhe.
Schneemauern bis zu sechs Meter hoch
Auf den Zufahrtswegen zu den höheren Teilen des Ätna sind beeindruckende Schneemauern entstanden. Schneeräumer haben die Wege freigemacht, sodass nun meterhohe Wände entlang der Route stehen. Besonders in größeren Höhen sind die Mengen außergewöhnlich. Das sorgt für surreale Bilder: ein Vulkan auf einer sonnigen Insel, aber mit Bedingungen, die eher an die Alpen oder Japan erinnern.
Außergewöhnlicher Winter in Südeuropa
Der Winter verlief in diesem Jahr in Teilen Südeuropas auffallend schneereich. Auch in Italien und Griechenland fiel an verschiedenen Orten mehr Schnee als im Durchschnitt. Am Ätna begann es im Januar ernsthaft zu schneien, woraufhin mehrere Tiefdruckgebiete für noch mehr Schneemomente sorgten. Die Schneeschicht wuchs immer weiter an, besonders in den höheren Lagen.
Wind und Kälte verstärken den Effekt
Nicht nur der Schneefall selbst spielte eine Rolle. Starker Wind hat den Schnee an vielen Stellen aufgehäuft, wodurch sich in Rinnen tiefe Pakete bildeten. Dadurch konnten lokal extreme Schneehöhen entstehen. Zudem blieb es in der Höhe relativ kalt. Nachtfrost und niedrige Temperaturen sorgten dafür, dass der Schnee kaum schmolz, selbst Ende April nicht.
Skifahren auf einem aktiven Vulkan
Der Ätna ist mit über 3300 Metern Höhe ein besonderer Ort zum Skifahren. Die Bedingungen dort sind launisch: Manche Winter sind mager, andere wiederum extrem schneereich. Zudem kann vulkanische Aktivität einen Strich durch die Rechnung machen. In der Vergangenheit wurden Lifte durch Ausbrüche oder Lavaströme beschädigt. Gleichzeitig macht gerade diese Kombination aus Schnee und Vulkanlandschaft das Gebiet einzigartig. Bilder von Skifahrern zwischen Rauch und Lava gingen bereits früher um die Welt.
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Was das Bild derzeit besonders außergewöhnlich macht, ist der Kontrast zur Umgebung. Während in tieferen Lagen der Frühling voll begonnen hat und die Temperaturen steigen, herrscht oben noch eine komplett winterliche Landschaft. Für jeden, der jetzt auf dem Ätna steht, fühlt es sich an, als säße man zwischen zwei Jahreszeiten: unten grün und mild, oben weiß und eiskalt.






