Der meteorologische Frühling hat begonnen, und das merken wir in den Alpen dieser Tage deutlich. In der kommenden Woche dominieren Hochdruckgebiete das Wettergeschehen in den Alpen. Das bedeutet viel Sonne und milde Temperaturen, aber auch einige Besonderheiten: Saharastaub in der Luft, milde Nachmittage und möglicherweise noch etwas Schnee in den südwestlichen Alpen gegen Ende der Woche.
Im Überblick:
- Viel Sonne und milde Temperaturen in weiten Teilen der Alpen
- Saharastaub kann das Sonnenlicht zeitweise etwas diffus machen
- Schneegrenze liegt hoch: meist über 1.500–1.800 Metern
- Später in der Woche Chance auf Schnee in den südwestlichen Alpen
- Sonnenskilauf: morgens beste Bedingungen, nachmittags weichere Pisten
Montag: Südseite häufiger bewölkt, lokal etwas Schnee
Heute ist das Wetter noch nicht überall strahlend blau. In den Südalpen – insbesondere in Teilen Südtirols, der Lombardei und im Engadin – ziehen Wolkenfelder durch. Hier kann örtlich leichter Niederschlag fallen, mit einer Schneegrenze um 1.500 bis 1.700 Meter. In Österreich und den bayerischen Alpen wechseln sich Wolken und Sonne ab. In den Bergen kann noch die eine oder andere Schneeflocke fallen, aber viel kommt dabei nicht zusammen. An der Nordwestseite der Alpen, wie in den französischen Departements Savoie und Haute-Savoie, ist es häufiger trocken mit sonnigen Momenten. Der Wind weht schwach bis mäßig aus südlichen Richtungen.
Dienstag und Mittwoch: Hochdruck übernimmt das Kommando
Ab Dienstag übernimmt der Hochdruck vollständig die Kontrolle. Das bedeutet im fast gesamten Alpenraum überwiegend sonnige Bedingungen. In den Tälern kann morgens noch Hochnebel oder Nebel hängen, vor allem zwischen 600 und 1.000 Metern. Wer höher oben ist, kommt schneller in den Genuss der Sonne.
Die Temperaturen steigen deutlich an:
- Auf 2.000 Metern zwischen -2 und +4 Grad
- In den Tälern zwischen 10 und 18 Grad
Mittwoch wird wahrscheinlich der stabilste Tag der Woche. Allerdings bilden sich am Nachmittag lokal Quellwolken über sonnenbeschienenen Hängen, ein typisches Frühlingsphänomen.
Saharastaub in der Luft
Ein zusätzlicher Faktor in dieser Woche ist Saharastaub in der Atmosphäre. Besonders in den Südalpen wirkt der Himmel zeitweise etwas milchig oder diffus. Das Sonnenlicht kann dadurch weniger grell sein, obwohl es offiziell „sonnig“ ist. Mit einer südlichen Strömung kann später in der Woche erneut Staub herangeführt werden, insbesondere in Richtung Westalpen. Das bedeutet nicht automatisch Bewölkung, kann aber die Klarheit der Luft beeinflussen.
Donnerstag und Freitag: Schneechance im Südwesten
Gegen Ende der Woche nimmt die Bewölkung in den westlichen und südwestlichen Alpen zu. Insbesondere in den südlichen französischen Alpen, im Aostatal und im Piemont kann ein Tiefdruckgebiet über dem westlichen Mittelmeer feuchte Luft heranführen. Hier entsteht eine Niederschlagswahrscheinlichkeit, wobei die Schneegrenze voraussichtlich um 1.500 bis 1.800 Meter liegt. Große Schneemengen werden derzeit nicht erwartet, aber es ist die einzige Region mit ernsthaften Niederschlagschancen.
In Österreich, Bayern und weiten Teilen der Schweiz bleibt es wahrscheinlich überwiegend mild und regelmäßig sonnig.
Ausblick: kaum winterliche Signale
Auch Anfang nächster Woche scheint das ruhige und milde Wetter anzuhalten. Es gibt derzeit keine deutlichen Signale für einen großflächigen Wintereinbruch. Das bedeutet:
- Kein nennenswerter Schnee in Sicht
- Viele Sonnenstunden
- Frühlingsschnee am Nachmittag
Wer noch Pulverschnee erwartet, muss sich vorerst gedulden. Aber für Liebhaber von sonnigen Skitagen und Terrassenwetter sind dies ideale Bedingungen.
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