So wird eine Evakuierung aus dem Skilift in St. Anton am Arlberg geübt

Was passiert, wenn ein Skilift unerwartet stehen bleibt und die Fahrgäste nicht mehr zur Station gebracht werden können? Die Arlberger Bergbahnen trainieren monatlich für solche Notfälle. Bei der jüngsten Übung stand eine Evakuierung an der Bergstation der Tanzbödenbahn im Mittelpunkt. Dabei wurde nicht nur der technische Ablauf geübt, sondern auch der Umgang mit den Fahrgästen während einer Notsituation.

Kurz & knapp

  • Die Arlberger Bergbahnen organisieren monatliche Trainings für ihre Rettungsteams.
  • Die neueste Übung fand an der Bergstation der Tanzbödenbahn statt.
  • Nur in Ausnahmefällen müssen Fahrgäste tatsächlich aus einem Lift abgeseilt werden.

Monatliches Training an der Tanzbödenbahn

Sicherheit steht bei den Arlberger Bergbahnen an erster Stelle. Deshalb werden die Mitarbeiter regelmäßig auf unterschiedlichste Notsituationen vorbereitet. Die neueste Übung wurde an der Bergstation der Tanzbödenbahn durchgeführt. Während des Trainings wurden verschiedene Szenarien durchgespielt. Ziel ist es, dass alle beteiligten Mitarbeiter genau wissen, was zu tun ist, wenn ein Lift unerwartet stoppt und die Fahrgäste nicht auf dem üblichen Weg zu einer Station befördert werden können.

Freiwillige aus verschiedenen Abteilungen

Die Rettungsteams bestehen aus Mitarbeitern verschiedener Abteilungen innerhalb der Arlberger Bergbahnen. Sie melden sich freiwillig für diese Zusatzaufgabe und werden in den monatlichen Trainings auf mögliche Notsituationen vorbereitet.

Dabei ist eine klare Aufgabenverteilung wichtig. Die Mitarbeiter arbeiten bei einer Evakuierung immer in Zweierteams. So können sie sich gegenseitig kontrollieren und unterstützen, während sie an oder an der Liftanlage arbeiten.

Zusammenarbeit mit der Bergrettung

Seit 2025 werden die Übungen von der Bergrettung St. Anton am Arlberg unterstützt. Die Bergretter helfen nicht nur vom Boden aus, sondern arbeiten während der Trainings auch direkt an den Seilen und Liftanlagen.

Durch das gemeinsame Üben werden die Teams mit der Arbeitsweise der jeweils anderen vertraut. Das soll sicherstellen, dass die Zusammenarbeit im Ernstfall schnell und kontrolliert abläuft.

Meistens hilft der Notantrieb weiter

Eine Evakuierung, bei der Fahrgäste aus den Sesseln oder Gondeln abgeseilt werden müssen, ist nur selten erforderlich. Die Liftanlagen verfügen über Notantriebe, mit denen das Seil in den meisten Fällen doch noch in Bewegung gesetzt werden kann. Die Fahrgäste können dann sicher zur Tal- oder Bergstation befördert werden.

Für jeden Lift steht dennoch eine komplette Rettungsausrüstung von IMMOOS zur Verfügung. Sollte auch der Notantrieb nicht genutzt werden können, können die speziell ausgebildeten Teams die Fahrgäste aus dem Lift evakuieren.

Nicht nur die Technik zählt

Bei den Übungen geht es nicht ausschließlich um Seile, Material und technische Handgriffe. Auch die Kommunikation mit den Fahrgästen spielt eine wichtige Rolle. Menschen können angespannt oder ängstlich reagieren, wenn sie längere Zeit in einem stillstehenden Lift sitzen.

Die Mitarbeiter trainieren daher auch, wie sie ruhig bleiben, klare Erklärungen abgeben und den Fahrgästen ein sicheres Gefühl vermitteln können. Eine echte Evakuierung wird nur selten nötig sein, aber gerade in einem solchen Moment muss jeder Handgriff perfekt sitzen.

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