Während der Herbst in vollem Gange ist, bereiten sich die ersten Skigebiete auf einen frühen Start in die Wintersaison vor. Das Schweizer St. Moritz und das schwedische Idre Fjäll zeigen in den sozialen Medien, wie sie den konservierten Schnee der letzten Saison auf den Pisten verteilen. Das ist alles dem „Snowfarming“ zu verdanken!
Vorbereitungen für die Skisaison
Skigebiete wie St. Moritz (Schweiz) und Idre Fjäll (Schweden) sind in vollem Gange mit den Saisonvorbereitungen. Über Instagram zeigen die Gebiete, wie gigantische Schneehaufen, die den ganzen Sommer unberührt blieben, nun mit Pistenraupen über die Loipen und Pisten verteilt werden. Dies garantiert einen frühen Saisonstart, oft schon im Oktober oder Anfang November, und zieht nationale und internationale Teams an, die sich auf die Weltcups vorbereiten. In St. Moritz startet die Saison in Diavolezza mit 4,2 Hektar gespeichertem Schnee am 18. Oktober (Skigebiet jedes Wochenende + mittwochs bis 16. November geöffnet). In Idre Fjäll ist der Saisonstart bereits in vier Tagen, schon am 17. Oktober!
Was ist „Snowfarming“?
„Snowfarming“ ist eine Technik, bei der Schnee der vergangenen Wintersaison gespeichert und konserviert wird, um im Herbst wiederverwendet werden zu können. Die Methode ist nicht neu; schon vor Jahrhunderten nutzten Bauern gesammelten Schnee, um Eiskeller zu kühlen.
So funktioniert das moderne Snowfarming in Skigebieten:
- Am Ende des Winters (März/April) wird übrig gebliebener Natur- und technischer Schnee zusammen geschoben und zu einem gigantischen, kompakten Hügel gepresst.
- Der Schneeberg wird anschließend mit einer dicken Schicht Isoliermaterial, wie Sägemehl, Holzhackschnitzel oder spezieller weißer, reflektierender Kunststofffolie abgedeckt.
- Diese Isolierschicht schützt den Schnee vor Sonnenlicht, Wind, Regen und Wärme während des Sommers. Das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) hat gezeigt, dass damit 70 bis 80 % des ursprünglichen Schneevolumens erhalten werden können. Je größer der Berg, desto stärker der selbstkühlende Effekt.
- Sobald die kalte Jahreszeit beginnt, wird das Isoliermaterial entfernt und der gespeicherte Schnee mit Hilfe von Pistenraupen auf den Pisten verteilt.
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Sieh dir die Bilder an!
Der Schnee wird in Diavolezza vorbereitet:
Auch in Schweden, Idre Fjäll, sind sie fleißig dabei:
Nachhaltigkeit
Obwohl Schneekanonen in großen Skigebieten weiterhin unerlässlich bleiben, wird „Snowfarming“ als eine relativ umweltfreundliche Lösung angesehen, um den Saisonstart zu garantieren, unabhängig von den Herbsttemperaturen. Der gespeicherte Schnee ist sofort einsetzbar, wodurch die Skigebiete weniger von niedrigen Temperaturen abhängig sind, die für die Produktion von technischem Schnee erforderlich sind. Es ist somit ein wichtiges Mittel für Skigebiete geworden, um angesichts des Klimawandels frühen Skiurlaubern Sicherheit zu bieten und die professionellen Trainingspläne zu gewährleisten.






