Das kleine Skigebiet Postalm, zwischen Abtenau und Strobl im Salzburgerland, bleibt bestehen. Nach Monaten finanzieller Unsicherheit und einer drohenden Schließung übernehmen zwei lokale Mautstraßengesellschaften und eine Gruppe von Bauern den Betrieb. Das Gebiet wird sich in Zukunft vor allem auf Kinder, Familien und Langläufer konzentrieren.
Kurz zusammengefasst
- Die beiden Mautstraßengesellschaften von Abtenau und Strobl sowie die Agrargemeinschaft Großlienbachalpe übernehmen das Skigebiet.
- Das Gebiet drohte aufgrund von Schneemangel und anhaltenden finanziellen Problemen zu verschwinden.
- Das Angebot wird auf die bestehenden Schlepplifte und das Förderband für Kinder und Familien konzentriert.
- Die neuen Eigentümer wollen in Schnee, einen Speicherteich und bessere Langlaufloipen investieren.
Drei Parteien teilen sich die Anteile
Der Betrieb der Postalm kommt in die Hände von drei lokalen Akteuren. Es handelt sich um die Mautstraßengesellschaft von Strobl (Postalm Aufschließungsgesellschaft), die Mautstraßengesellschaft von Abtenau (Postalm Errichtungsgesellschaft) und die Agrargemeinschaft Großlienbachalpe, die als Hauptgrundeigentümer auftritt. Gemeinsam kaufen sie das Unternehmen vom bisherigen Betreiber. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Geschäftsführer Linus Pilar, der das Gebiet bisher leitete, bleibt auch unter den neuen Eigentümern im Amt. Laut ihm stellt die Übernahme sicher, dass die Postalm auch in Zukunft ein wichtiges Erholungs- und Entspannungsgebiet für die lokale Bevölkerung sowie für Gäste bleibt.
Schneemangel brachte das Gebiet in Schwierigkeiten
Die Postalm liegt relativ niedrig, was dem Gebiet im vergangenen Winter zum Verhängnis wurde. Durch anhaltenden Schneemangel im Dezember, genau in der wichtigsten Phase der Saison, häuften sich die finanziellen Probleme. Die Fixkosten wie Pacht liefen derweil einfach weiter. Am 22. Dezember musste Pilar acht Mitarbeiter entlassen.
Zuvor wurde bekannt, dass ein Sanierungsverfahren über das Vermögen des Skigebiets eröffnet wurde. Die Schulden wurden auf rund 450.000 € geschätzt. Laut der Kreditschutzorganisation KSV hatte das Skigebiet zwölf Mitarbeiter, und fast 35 Gläubiger waren am Verfahren beteiligt. Die Gläubiger sollten innerhalb von zwei Jahren nach Genehmigung des Sanierungsplans mindestens 30 % ihrer Forderungen zurückerhalten. Laut Pilar zeigten sich diese Gläubiger kulant. „Die Gläubiger sind uns entgegengekommen. Es ist schön zu sehen, wie groß die Unterstützung auch von den Tourismusverbänden ist“, sagte er zuvor gegenüber der Krone.
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Was sich für den Skiurlauber ändert
Das alpine Skiangebot wird auf die bestehenden Schlepplifte und das Förderband konzentriert. Damit richtet sich die Postalm ausdrücklich an Kinder, Jugendliche und Familien. Wer auf der Suche nach weitläufigen Pisten für Fortgeschrittene ist, muss sich also anderweitig umsehen; die Postalm profiliert sich als Lern- und Familiengebiet.
Die neuen Eigentümer wollen zudem die Schneesicherheit in Angriff nehmen. Es gibt Pläne für Schneekanonen und den Bau eines Speicherteichs sowie Geländeanpassungen für den Winter. Wann diese Anlagen kommen, ist noch nicht sicher: Pilar sprach von einer Umsetzung „hoffentlich in den kommenden Jahren“.
Mehr Fokus auf Langlauf
Neben dem Skifahren erhält vor allem die Langlaufinfrastruktur zusätzliche Aufmerksamkeit. Geplant sind unter anderem eine bessere Loipenführung, die Präparierung der Trassen im Sommer und ein schrittweiser Ausbau des Angebots für Anfänger und junge Sportler. Die Übernahme ist zum Zeitpunkt der Ankündigung noch nicht vollständig abgeschlossen, aber es liegt ein konkreter Vorschlag für die Verteilung der Anteile vor.
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