Nach einem Lawinenereignis am Samstagnachmittag bei Klösterle sucht die Polizei nach zwei Skifahrern sowie nach möglichen Zeugen. Oberhalb der Abbruchstelle der Lawine wurden zwei deutliche Abfahrtsspuren festgestellt. Laut Polizei deutet dies darauf hin, dass die Schneedecke durch diese Skifahrer ausgelöst wurde.
Verursacher steigen wieder nach oben
Auffällig ist, dass die beiden Skifahrer nach ihrer Abfahrt nicht weiter talwärts fuhren, sondern rund 150 Meter wieder bergauf in Richtung der Maroi-Köpfe aufstiegen. Die Polizei bittet sie, sich bei der Polizeistation Klösterle zu melden. Auch Personen, die die Skifahrer gesehen haben, werden gebeten, Kontakt aufzunehmen.
Drei Teilnehmer eines Lawinenkurses verschüttet
Bei dem Lawinenereignis waren drei Teilnehmer eines Tourenski- und Lawinenkurses betroffen. Kurz nach Beginn der Tour in Richtung Maroi-Köpfe löste sich etwa 80 Meter oberhalb der Gruppe ein Schneebrett. Ein 70-jähriger Bergführer sowie eine 33-jährige Teilnehmerin wurden vollständig mitgerissen, über felsiges Gelände verschoben und komplett verschüttet. Sie wurden vor Ort von den Besatzungen der Rettungshubschrauber Christophorus 8 und Gallus 2 versorgt und anschließend in Krankenhäuser nach Feldkirch und Dornbirn gebracht. Der Bergführer erlitt dabei schwere Verletzungen.
Eine dritte Teilnehmerin, ebenfalls 33 Jahre alt, wurde am Rand des Schneebretts erfasst und teilweise verschüttet. Sie begab sich später selbst in medizinische Behandlung.
Aufruf an Beteiligte
Die Polizei betont die Bedeutung von Meldungen bei derartigen Vorfällen, insbesondere wenn es sich um eine möglicherweise unbeabsichtigte Lawinenauslösung handelt. Die beiden Skifahrer sowie mögliche Zeugen werden dringend gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Klösterle unter der Telefonnummer +43 59133 8104 100 zu melden.
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