Andorra hat im vergangenen Winter eine Rekordzahl an Bußgeldern an Autofahrer ohne Winterausrüstung verteilt. Zwischen dem 1. November 2025 und dem 15. Mai 2026 wurden insgesamt 183 Sanktionen gegen Fahrer verhängt, die ohne Winterreifen, Schneeketten oder andere vorgeschriebene Ausrüstung unterwegs waren. Damit liegt die Zahl deutlich höher als in den vorangegangenen Wintern.
Im Überblick:
- Andorra verteilte im vergangenen Winter 183 Bußgelder für das Fahren ohne Winterausrüstung.
- Das ist die höchste Zahl seit Einführung der Regelung.
- Mehr als 80 Prozent der Bußgelder gingen an Touristen.
- Vor allem in Canillo und La Massana wurde viel kontrolliert.
- Die Verpflichtung gilt jährlich vom 1. November bis zum 15. Mai.
Viel Schneefall sorgte für mehr Kontrollen
Der Winter verlief in den Pyrenäen schneereicher als in der letzten Saison, und das war laut lokalen Medien direkt an der Zahl der Verstöße merkbar. Vor allem im Januar und Februar, als mehrere Schneestürme über Andorra zogen, wurden viele Autofahrer kontrolliert. Skiurlauber ohne geeignete Reifen oder Schneeketten sorgten regelmäßig für gefährliche Situationen und Verkehrsprobleme in Richtung der Skigebiete von Grandvalira, Pal Arinsal und Ordino Arcalís.
Von den 183 Bußgeldern wurden 41 von der nationalen Polizei verhängt. Die übrigen Sanktionen stammten von lokalen Verkehrsdiensten in den verschiedenen Gemeinden von Andorra. Auffällig: Mehr als vier von fünf Bußgeldern gingen an Touristen.
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Vor allem Canillo und La Massana fielen auf
Die meisten Verstöße wurden in Canillo festgestellt, wo unter anderem die Zufahrtsstraßen in Richtung Soldeu und El Tarter streng kontrolliert wurden. Allein der lokale Verkehrsdienst von Canillo stellte 65 Bußgelder aus. Auch La Massana fiel mit 51 Sanktionen auf, vor allem rund um Pal und den Coll de la Botella.
Zusätzlich wurden Kontrollen unter anderem an folgenden Orten durchgeführt:
- am Kreisverkehr von Meritxell
- an der Zufahrtsstraße nach Pas de la Casa
- auf dem Weg Richtung Arcalís
- an verschiedenen Zufahrtsstraßen zu Skiorten
Großer Unterschied zu früheren Wintern
Der Anstieg ist auffallend groß. Im Jahr 2025 wurden noch 28 Bußgelder von der Polizei verteilt, gegenüber 41 in dieser Saison. In einigen früheren Wintern lag die Zahl sogar bei null oder nur wenigen Dutzend. Die Kombination aus mehr Schneefall und strengeren Kontrollen scheint also deutlich Wirkung gezeigt zu haben. Laut der andorranischen Regierung sind fast alle Bußgelder inzwischen auch tatsächlich bezahlt worden.
Winterausrüstung in Andorra obligatorisch
In Andorra ist eine Winterausrüstung (wie Winterreifen oder Schneeketten im Kofferraum) standardmäßig zwischen dem 1. November und dem 15. Mai Pflicht. Die Regeln gelten nicht nur für Einwohner, sondern auch für Touristen, Wohnmobile, Reisebusse und LKWs. Wer ohne geeignete Ausrüstung den Verkehr behindert oder eine Gefahr darstellt, riskiert sofort ein Bußgeld.






