Die jährliche Diskussion über die steigenden Skipasspreise in Österreich ist wieder entbrannt. Da eine Tageskarte in den größten Skigebieten maximal 79 € kostet, verteidigt die Seilbahnindustrie in Salzburg die Preiserhöhungen mit Verweisen auf Inflation, Energiekosten und andere Luxusausgaben.
79 € für einen Tag Ski fahren
Mit einem Tagespreis, der in den größten österreichischen Regionen für einen Erwachsenen bis zu 79 € beträgt, kostet ein Tag Ski fahren für eine Familie (zwei Erwachsene, zwei Kinder) schnell etwa 250 €. Obwohl die Premiumregionen, wie Saalbach-Hinterglemm, Besucherrekorde brechen, bleibt die Preissteigerung eine Quelle des Ärgers für viele Skiurlauber. Die österreichische Plattform Salzburg24 sprach mit verschiedenen führenden Persönlichkeiten der Salzburger Skilifte.
Verteidigung: „Vergleichbar mit einem Spa-Tag“
Isabella Dschulnigg-Geissler, Geschäftsführerin der Saalbacher Bergbahnen, versteht die Diskussion über die Preise nicht. Sie verteidigt die Tarife mit einem Vergleich zu anderen Freizeitaktivitäten: „Eine Karte für einen Tag in der Therme, bei dem man ins Wasser hüpfen und Rutschen benützen kann, kostet fast gleich viel. Es ist vergleichbar mit dem Fliegen: Da könnte man sich auch darüber aufregen, dass die First-Class-Tickets so teuer wurden und das Fliegen somit nicht mehr leistbar ist. Tagesskipässe sind nur ein kleines Angebot, das von rund 15 Prozent aller Gäste genutzt wird.“
Dschulnigg-Geissler, die anerkennt, dass 79 € „ein stolzer Preis“ sind, betont zudem die „Bergerfahrung und die Inflation“ und die wirtschaftliche Verantwortung, die die Bergbahnen für die Region tragen.
Die Kostensteigerung
Erich Egger, CEO der Schmittenhöhebahn und Sprecher der Seilbahnbranche, erklärt die Preissteigerungen als direkte Folge der Inflation und der steigenden Betriebskosten. Laut Egger sind die Personalkosten der größte Kostenfaktor. Zudem sind die Energiekosten auf 25 bis 30 % der Gesamtkosten gestiegen. Die Schmittenhöhe-Seilbahn in Zell am See verzeichnete im letzten Jahr einen Anstieg der Energiekosten um etwa 500.000 €. „Das muss man dann auch irgendwo unterbringen“, so Egger.
Auch Thomas Maierhofer von den Gletscherbahnen Kaprun verweist auf das Ausland. Er argumentiert, dass die österreichischen Skipässe ein „sehr gutes Angebot“ darstellen im Vergleich zu beispielsweise der Schweiz oder den Dolomiten, wo eine Tageskarte in der Hochsaison maximal 86 € kostet.
Angebot und internationale Zusammenarbeit
Die Liftbetreiber versuchen, die jährliche Preisdiskussion zu entschärfen, indem sie alternative und attraktive Angebote bewerben:
- Alpin Card: Ein Kombiticket für drei Regionen (408 km Pisten) kostet 840 € (steigend auf 1.005 € nach dem 9. Dezember) für eine ganze Saison.
- Jugendrabatt: Jugendliche unter 19 Jahren können samstags für nur 15 € Ski fahren.
- Familienbonus: Skipässe für das dritte und jedes weitere Kind sind kostenlos.
Zudem ist die „Alpin Card“ Partner der internationalen „Epic Card“ geworden (die Zugang zu mehr als 80 Skigebieten weltweit bietet), in dem Bestreben, mehr Gäste aus den Vereinigten Staaten nach Österreich zu locken. Dies soll der lokalen Wirtschaft zugutekommen.
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